Aum Kursbuch

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Aum Kursbuch

... vorläufiger Arbeitstitel ...


von Gabriel(e) und Feroniba

geschrieben November und Dezember 1995



English translations coming soon by Arysoth


Inhalt

1. Weisheit

2. Chakra-Arbeit

3. Tantra und Meditation

4. Kindererziehung

5. Lebensgemeinschaft

6. Kurszettel

7. Literaturverzeichnis


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1. Weisheit

English translation coming soon by Arysoth

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Weisheit ist eine der derzeit fünf Schriften der spirituellen Gruppe und Lebensgemeinschaft AUM zur Begleitung ihrer Kurse, Seminare und Vorträge. Weitere Schriften haben die Titel Chakra-Arbeit, Tantra und Meditation, Kindererziehung und Lebensgemeinschaft.


Inhalt

Vorwort

Einleitung

1. Über den Urspurung Krsna, Gott

2. Über die Ewigkeit Vaikuntha - Sat, Chit, Ananda

3. Über unsere Beziehung zu Gott - Prema - Der freie Wille - Der Baum der Erkenntnis - Maya

4. Über das Unvollkommene - Das Vergängliche

5. Über die Zeit - Kala und Maya

6. Über Gut und Böse - Karma und Dualität

7. Über die Verwirklichung - Wissen und Weisheit

8. Über den Weg zu Gott

9. Über das praktische Leben

10. Über Weisheitsquellen


Vorwort

Die Texte der spirituellen Gruppe und Lebensgemeinschaft AUM dienen sowohl der Begleitung der laufenden Kurse alsauch als philosophische Grundlage der Gemeinschaft. Ziel der Kurse und der Gemeinschaft ist es, auf dem persönlichen Weg der Selbstverwirklichung durch das eigene Beispiel helfend zu wirken und die Leser und Kurs-teilnehmer zu inspirieren, tiefgehendere Fortschritte durch die aktive Teilnahme an den Aktivitäten der Gemeinschaft zu machen. Wir empfehlen hierzu die Lektüre unserer verschiedenen, kurz gefaßten Schriften sowie die Teilnahme an Einführungs-Abenden und den verschiedenen Kursen.


Einleitung

Die vorliegende Schrift will versuchen, die allen wahren Religionen der Welt zugrundeliegenden gleichen, praktischen Grundprinzipien aufzuzeigen, sowie ihre zeitlose Aktualität und ganzheitliche Bedeutung für alle Bereiche des Lebens zu belegen. Da alle hier gemachten Aussagen durch sämtliche heiligen Schriften der Welt zu belegen sind, verzichten wir im Text vorwiegend auf Anmerkungen und Fußnoten. Wir beziehen uns hauptsächlich auf Aussagen der Vedas, der Bibel, des Korans, des Taoismus, des Buddhismus, des Zen-Buddhismus u. a. Auf entstehende Fragen von Seiten der Leser gehen wir gerne ein. Wir empfehlen, zum tieferen, gesamtheitlichen Verständnis diese Themen im Gespräch und in der Praxis von uns angebotener Kurse zu studieren. Und jetzt wünschen wir viel Freude und Verwirklichung bei der Lektüre.


1. Über den Ursprung- Krsna, Gott

Alles noch Unerkannte ist erkennbar. Wer sucht, der findet. Alle erkennbaren Dinge haben einen erkennbaren Ursprung. Jeder erkennbare Ursprung hat einen weiteren erkennbaren Ursprung. Alle erkennbaren Ursprünge haben letztlich nur einen einzigen erkennbaren Ursprung: Krsna, Gott. Gott allein ist ewig Sich Selbst Ursprung.

Gott ist ewig, allmächtig, allwissend, allgegenwärtig und immer vollkommen. Er allein kennt alles und kann alles. Niemand, der diese Eigenschaften nicht besitzt und nicht in jedem Augenblick nachweisen kann, ist, war oder wird Gott, sondern war, ist und bleibt ewig ein Teil Gottes. Nur Gott allein war schon immer, ist und bleibt für ewig Gott. Wie kann jemand behaupten, Gott gewesen zu sein, “Nicht-Gott” geworden zu sein und wieder Gott zu werden? Was ist das für ein Gott, der plötzlich Nicht-Gott wird? Dann gäbe es ja plötzlich keinen Gott mehr, und wie kann da die Rede von Gott sein, wenn es Ihn plötzlich nicht mehr gibt? Bei einem Gott, der plötzlich nicht mehr Gott ist, können wir garnicht erst von Gott reden, denn Gott bedeutet eben nur, immer schon Gott zu sein und dies auch für alle Zeiten zu bleiben. Sonst reden wir nicht mehr von Gott, sondern von etwas anderem, was man nicht mehr mit “Gott” bezeichnen kann, da es ein Widerspruch ist. Auch kann niemand noch nie Gott gewesen sein, aber irgendwann Gott werden. Denn wer Gott werden will, war oder ist nicht Gott, und kann somit auch nie Gott werden, da Gott schon immer Gott war, Gott ist und Gott sein wird. Auch wird Gott jederzeit beweisen, daß Er Gott ist, indem Er unsere individuellen Zweifel mittels Seiner Allmacht gänzlich beseitigt, da Er die reine Liebe ohne Haß ist und daher all unsere Wünsche erfüllt, auch die unvollkommenen Wünsche, diese jedoch mit Hilfe der illusionierenden Energie, Maya, der Täuschung oder Satan.


2. Über die Ewigkeit -Vaikuntha - Sat, Chit, Ananda

Gott ist der ewige Ursprung alles Existierenden, ohne Anfang und ohne Ende. Seine ewige Schöpfung ist wie Er Selbst vollkommen, voller Glückseligkeit und voller Weisheit. Ähnlich wie die Sonne der Ursprung der Sonnenstrahlen ist, und doch die Sonnenstrahlen nicht erschafft, hat Gott die gesamte Schöpfung und uns als Seine ewigen Teile in Ewigkeit erschaffen, ohne Anfang und ohne Ende. Die ewige Schöpfung ist ewig vollkommen, ohne Makel und voller Weisheit und Glückseligkeit, Sat, Chit, Ananda, und sie ist ewig ohne Leid und Furcht, Vaikuntha.


3. Über unsere Beziehung zu Gott - Prema - Der freie Wille - Der Baum der Erkenntnis - Maya

Unsere Beziehung zu Gott ist eine ewige Liebesbeziehung in höchster Vollkommenheit, Prema, Liebe zu Gott. Da diese Liebe natürlich nur in Freiheit bestehen kann, hat Gott uns in Ewigkeit mit dem freien Willen erschaffen. Es ist unsere ewige, natürliche Neigung, Gott zu lieben, da Er der Ursprung alles Existierenden ist, da nur Er ewig vollkommen ist und da Er die reine Liebe ist. Damit der freie Wille in Ewigkeit frei ist, muß es aber auch die Möglichkeit geben, unsere Liebe auf ein anderes Objekt unserer Wahl zu richten, was notgedrungen ein unvollkommenes ist, da nur Gott allein vollkommen ist. Diese Möglichkeit ist symbolisch durch den “Baum der Erkenntnis” gegeben. Natürlicherweise rät uns Gott davon ab, uns diesem Baum hinzuwenden und von seinen Früchten zu kosten, da wir durch diese symbolische Hinwendung zum Unvollkommenen natürlicherweise das Unvollkommene erleben werden. Unsere ewige Natur ist es, voller Weisheit und Glückseligkeit zu sein, Sat, Chit, Ananda. Doch wenn wir uns aus unserem eigenen, freien Willen heraus der Versuch- ung hingeben, verstehen zu wollen, wovon uns Gott abrät und wieso, uns Seinem weisen Rat widersetzen und uns langsam, Schritt für Schritt, dem “Baum der Erkenntnis” nähern, hören wir, wenn wir uns nahe genug befinden, die Stimme der Versuchung, die den Zweifel in uns einpflanzt und uns durch ihre Argumente überreden will, von den Äpfeln zu kosten, um dem Geheimnis Gottes auf die Spur zu kommen, in Form der Schlange, des Satans oder Maya, der illusionierenden Energie Gottes. Und sowie wir uns der ewigen Versuchung hingeben und von den Früchten des “Baumes der Erkenntnis” kosten, erfahren wir die von Gott prophezeihte Wirkung, nämlich die illusionäre Manifestation der Unvollkommenheit, Asat, Achit und Sukha-Duhkha, der Vergänglichkeit, der Unwissenheit, des Zweifels und des ewigen Paares des vergänglichen Glücks und der Leiden der vergänglichen Welt. Und so werden wir, bedingt durch unseren eigenen, freien Willen, ausgetrieben aus dem ewigen, weisen und glückseligen Reich Gottes und geraten in die illusionäre, vergängliche Welt der Leiden und Ängste, des Schreckens und der Enttäuschung.


4. Über das Unvollkommene - Das Vergängliche

Alles Unvollkommene ist nur eine Täuschung, Maya. Gott hat uns als Seine ewigen Teile in Ewigkeit, ohne Anfang und ohne Ende, geschaffen. Die unzähligen Seelen können niemals zerstört oder geschädigt werden. Da Gott vollkommen ist, hat Er die Notwendigkeit der vergänglichen Welt, die Asat, Achit und Sukha-Duhkha ist, die auf eigenen Wunsch durch die eigene Entscheidung aus dem freien Willens heraus erlebt werden kann, nur illusionär geschaffen, da sonst Leid und Vernichtung die Seele beeinträchtigen und zerstören würden, was Gottes vollkommener Schöpfung und seiner Liebe zu Allem widersprechen würde. Die materielle Energie jedoch, der Stoff der vergänglichen Welt, und das Erleben dieser Welt hingegen ist nicht illusionär, sondern wirklich. Und nur unter dieser Illusion können wir unvollkommene Wünsche ent-wickeln und erfüllt bekommen. Hier können wir durch die Kraft Mayas selbst das Zentrum des Geschehens sein und erfahren, was Gott von uns unterscheidet. Dies ist die Welt, wo wir glauben können, selbst Gott zu sein, daß Gott unvollkommen und mit Mängeln versehen ist, oder daß es Gott gar nicht gibt. Hier können wir glauben, daß es sich lohnt, den vergänglichen Augenblick zu genießen, und sei es auf Kosten anderer. Hier können wir glauben, daß unsere Taten nicht vergolten werden, und daß wir tun und lassen können, was immer wir wollen, ungeachtet aller moralischer und gesellschaftlicher Regeln der Menschlichkeit und Vernunft. Hier ist es, wo wir Ego ist sein dürfen und der Illusion verfallen, daß dies für uns einen Wert hat.


5. Über die Zeit - Kala und Maya

Die Zeit, Kala, erscheint in der vergänglichen Welt in Form der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Doch ist dies ebenfalls nur eine Täuschung Mayas, damit wir uns unsere unvollkommenen Wünsche erfüllen können. Alles Erlebte verschwindet in der Vergangenheit, und wir haben durch unsere Erinnerung nur noch in kleinen Ausschnitten Zugang dazu, vieles sogar, was wir gerne erinnern würden, bleibt uns trotz unserer wiederholten Bemühungen verborgen. Auch nehmen wir die unterschiedlichen Erlebnisse oft schon unter der illusionierenden Energie Mayas wahr, wie es den tatsächlichen Begebenheiten nicht entspricht, oder wir erinnern uns unter dem Einfluß Mayas an falsche Eindrücke, die dem einst Erlebten nicht mehr entsprechen, oder wir neigen dazu, uns solange etwas fälschlich einzureden oder zu behaupten, bis wir und andere es glauben. Auch ist die Zukunft von uns in der Regel nicht wahrnehmbar wie die Gegenwart, obwohl wir uns ständig bemühen, Pläne zu machen, Voraussagen, Prognosen, Dinge zu erspüren und zu erahnen etc. Dies alles ist nötig, damit wir unsere unvollkommenen Wünsche erfüllen können, denn wenn wir uns ständig der Vollkommenheit bewußt wären, würden unsere Neigungen zu unvollkommenen Dingen nicht mehr haltbar sein und wir würden diese Wünsche einfach aufgeben. Da wir uns aber aus freiem Willen für diesen und jenen unvollkommenen Wunsch entschieden haben, hilft uns Krsna durch das Wirken von Maya, all unsere unvollkommenen Wünsche zu erfüllen, weil Er die reine Liebe ist und uns daher jeden Wunsch erfüllt, auch wenn wir notgedrungen bei der Erfüllung unvollkommener Wünsche auch nur unvollkommene Zufriedenheit verspüren werden, mit anderen Worten immer von Leid umgeben bleiben, da alle unvollkommenen Wünsche auch nur unvollkommene Erfüllungen finden, nämlich das Nicht-Erfüllen des Wunsches, das unvollkommene Erfüllen des Wunsches, oder sogar das vollkommene Erfüllen des Wunsches, aber dann doch immer nur zeitweilig, solange wir uns nicht wieder den vollkommenen Wunsch, nämlich wieder bei Krsna, in der spirituellen Welt, zu sein, wünschen und daran arbeiten.

In Vaikuntha, der ewigen, spirituellen Welt, verschwinden die Ereignisse nicht in der Vergangenheit, da die Täuschung dort nicht nötig ist, weil die Wünsche dort ewig voll-kommen sind. Die Ereignisse bleiben im Bewußtsein und in der Realität bestehen und sind somit jederzeit wieder erreichbar. Auch liegt dort die Zukunft nicht im Verborgenen, im Sehnen und in der Ahnung, sondern ist ebenfalls ständig erreichbar in Betrachtung und Realität. Die Zeit ist somit nicht mehr nur der kleine Ausschnitt der Gegenwart, unter Ausblendung bzw. Verzerrung und Fragmentierung der angrenzenden Vergangenheit und Zukunft, und daher auch nicht mehr auf die ausschnittsweise Abfolge der Momente angewiesen. Sie wird immer nur als Gesamtheit wahrgenommen. Trotzdem ist das Erleben der verschiedensten Ereignisse in der gesamten Ewigkeit dadurch in keinster Weise eingeschränkt.


6. Über Gut und Böse - Karma und Dualität

“Töricht, wer urteilt über Gut und Böse, richtig und falsch” (Laotse). Die Dualitäten sind meist relativ und müssen je nach individueller Situation beurteilt werden. Des Einen Glück ist des Anderen Leid. Und doch läßt sich jeweils sagen, was in einer gewissen Situation gut und was schlecht, was richtig und was falsch, ist, vorausgesetzt, man besitzt die nötige Weisheit, nämlich Wissen durch die Kraft der Verwirklichung. Dieses Wissen wird u. a. durch das Wissen von den sieben Chakras, den geistigen Zentren im Körper des Menschen, durch Verwirklichung erworben. Siehe hierzu unsere Abhandlung “Chakra-Arbeit”.

Jede Handlung in dieser vergänglichen Welt hat eine dementsprechende Folge, die nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung oder Karma bemessen wird. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst - Liebe deine Feinde - Was du nicht willst, das man dir tu, das füge auch keinem anderen zu - Was ihr sät, das werdet ihr ernten - Auge um Auge, Zahn um Zahn sind beispielhafte Erläuterungen hierzu. Daher sollten wir stets bemüht sein, in jedem Moment zu erkennen, welche Handlungsweise die richtige ist und sie auch ausführen.


7. Über die Verwirklichung - Wissen und Weisheit

Nur durch die Kraft der Verwirklichung können wir Fortschritte machen, und dies gilt für alle Bereiche des Lebens, sowohl des materiellen alsauch des spirituellen. Wissen allein kann uns und anderen nicht helfen. Erst durch die Anwendung des Wissens verwandelt sich dieses angewandte Wissen durch die Kraft der Verwirklichung in Weisheit. Weisheit ist die Fähigkeit und die Kraft der Anwendung des erworbenen Wissens für alle Lebensfragen und -Bereiche. Nur wer Weisheit durch Verwirklichung besitzt, kann in jeder grundlegenden Situation sich und anderen helfen. Und dies haben alle Weisen der Welt in allen Zeiten und Lebens-Situationen durch ihr Leben, ihr Beispiel, ihre Lehre und ihre Taten bewiesen. Und jeder, der Weisheit erlangt hat, entwickelt natürlicherweise Liebe und Mitleid für alle unter der Macht der täuschenden Energie Mayas stehenden Seelen. Daher ist der verwirklichte Weise stets mit ganzer Kraft und ganzem Herzen bemüht, anderen zu helfen, ihre Täuschungen aufzugeben und sich wieder dem einzigen, wahren Ziel hinzuwenden: Gott, Krsna, Allah, Jehowa, oder dem Tao, dem ewig unergründlichen Urgrund alles Seienden.


8. Über den Weg zu Gott

Alle wahren Religionen dieser Welt, die nur eine Manifestation sowie Spuren der wahrhaftigen Weisen und der großen Heiligen dieser Welt sind, leider oft zum Teil durch das Wirken der illusionierenden Zeit nur noch fragmentarisch und unverwirklicht überliefert, weisen uns einen Weg, der uns zurück zu Gott, zu Krsna, in unsere ewige Heimat, Vaikuntha, und wieder in unsere ewige Natur, Sat, Chit, Ananda, führt. Und immer ist es der Weg der Liebe und Brüderlichkeit, der Versöhnung und des Vergebens, der Selbstaufgabe zum höchsten Wohle aller, des Erkennen Gottes in der gesamten Schöpfung und des richtigen Umgangs mit jedem einzelnen Moment des gesamten Lebens. Und die Berichte von den Ekstasen, Heilungen, Wundern und Verwirklichungen, aber auch von den Versuchungen, Irrtümern und der Unverstandenheit dieser großen Meister und ihrer Schüler geben uns alle Hoffnung, daß auch wir diesen Weg trotz all den unzähligen Hindernissen, die sich uns noch in den Weg stellen mögen, beschreiten können, und daß auch wir, ebenso wie diese großen Vorbilder der reinen Liebe, uns Schritt für Schritt, und mit großer Sicherheit, dem letztlichen Ziel, dem geheimsten aller Geheimnisse und dem ewigen Quell der Liebe, wieder nähern, um so schließlich wieder dem einzig Geliebten, Gott, Krsna, zu begegnen, diesmal für alle Ewigkeit.


9. Über das praktische Leben

Selbstlosigkeit, Einfachheit, Demut, Liebe, Weisheit, Duldsamkeit, religiöser Gehorsam (Dharma), Ehrlichkeit, Reinheit, Friedfertigkeit und Aufopferung sind die natürlichen Eigenschaften eines nach Gott strebenden Menschen (Bhagavad Gita). Alle religiösen Gebote beinhalten dieselbe Anleitung, um auf dem Weg zu Gott voranschreiten zu können. Unter diesen Voraussetzungen wird das Leben in religiösen Gemeinschaften, Asramas und Klöstern zu einer natürlichen Notwendigkeit und Bereicherung. “Ein Geist für tausend Hände” (Goethe, Faust). Wir Menschen sind ursprünglich Gemeinschaftswesen, wie es auch die Mehrzahl der Tiere sind. Nur die Kraft Mayas läßt diese Tatsache unwirklich, unnötig, hinderlich und unrealisierbar erscheinen. Alle Menschen werden Brüder, wo Dein sanfter Flügel weilt (Schiller). Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Liebe deine Feinde (Jesus). Der selbstverwirklichte Weise sieht einen Weisen, einen Brahmana, eine Kuh, einen Elefanten, einen Hund und einen Fleischesser mit gleicher Sicht (Bhagavad Gita). Siehe hierzu auch unsere Schrift “Lebensgemeinschaft”.


10. Über Weisheitsquellen

“Ich bin die Liebe, das Leben, die Wahrheit und der Weg. Niemand kommt zum Vater denn durch Mich” (Jesus). Die größte aller Weisheitsquellen war schon immer der gottesverwirklichte Heilige, der spirituelle Meister, der Guru. Durch Sein lebendes Beispiel lehrt er uns durch die Zeitalter hindurch, und Seine Lehren und Befolger reichen uns bis zum heutigen Tag die höchsten Schätze auf dem Wege der Vollkommenheit. Das Aufmerksame Studium der Lebensbilder ist eine weitere Weisheitsquelle, auf die uns ebenfalls alle Meister verweisen. “Von wem erlerntest Du Deine Weisheit?” “Von den Törichten und Unge-bildeten, den Unwissenden und Unerzogenen.” (persische Weisheit). Geschichten lehren uns alles Grundlegende, und unser eigenes Leben konfrontiert uns in jedem Augenblick ausschließlich mit jenen Lebensbildern, deren Weisheit wir noch nicht durch Verwirklichung erschlossen haben.

Ein weiterer Weg, der uns mit allen wichtigen, grundlegenden Bildern des Lebens vertraut macht und uns den richtigen Umgang mit ihnen lehrt, ist der Weg durch die Chakras, die sieben spirituellen Zentren des feinstofflichen Körpers. Siehe hierzu unsere Abhandlung “Chakra-Arbeit”.

An dieser Stelle möchten wir euch gerne einige der wichtigsten Quellen, die uns auf unserer Suche nach dem höchsten Ziel als Freund, Helfer und Meister begleitet und geführt haben, empfehlen.




2. Chakra-Arbeit

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Inhalt

Vorwort

Einleitung

1. Die sieben Cakras:
   1. Kundalini-Cakra
   2. Sex-Cakra
   3. Emotional-Cakra
   4. Herz-Cakra
   5. Aktivitäts-Cakra
   6. Weisheits-Cakra oder Stirn-Cakra
   7. Gottes-Zentrum

2. Die höheren (+) und die niederen (-) Cakras
Umkehrung der Nummerierung - Das Ego

3. Die Chakra-Arbeit - Fünf Stufen - Der Meister

4. Weisheit - Der gottesverwirklichte Mensch

5. Meditation

6. Der richtige Umgang mit den Lebensbildern
Die praktische Anwendung - Allgemeine Schlüssel

7. Heilung - Krankhafte Bilder - Loslassen - Entwicklungs-Pyramide


Vorwort

Die Texte der spirituellen Gruppe und Lebensgemeinschaft AUM dienen sowohl der Begleitung der laufenden Kurse alsauch als philosophische Grundlage der Gemeinschaft. Ziel der Kurse und der Gemeinschaft ist es, auf dem persönlichen Weg der Selbst-verwirklichung durch das eigene Beispiel helfend zu wirken und die Leser und Kursteilnehmer zu inspirieren, tiefgehendere Fortschritte durch die aktive Teilnahme an den Aktivitäten der Gemeinschaft zu machen. Wir empfehlen hierzu die Lektüre unserer verschiedenen, kurz gefaßten Schriften sowie die Teilnahme an Einführungs-Abenden und den verschiedenen Kursen.


Einleitung

Die vorliegende Schrift dient hauptsächlich der Dokumentierung zum Kurs “Cakra-Arbeit”. Ebenso soll hier versucht werden, die zeitlose Aktualität und ganzheitliche Bedeutung dieses wundervollen, seit Jahrtausenden überlieferten vedischen Wissens für alle Bereiche des Lebens zu belegen.

Das hier dargelegte Wissen basiert auf einem Initialtraum des Autors, Lila Suka Dasa. Diese Begebenheit wurde in der Schrift “Autobiographische Schlüsselpunkte, Mein Leben aus spiritueller Sicht” vom gleichen Autor ausführlich geschildert und analysiert.

Da die Arbeit mit den Cakras grundsätzlich nur im persönlichen Austausch erlernbar ist, verzichtet diese Schrift auf eine bis ins Detail erläuternde Form und beschränkt sich auf eine mehr skizzenhafte Beschreibung der im Kurs und in den Einzelsitzungen zu erlernenden Themenkomplexe. Hauptsächlich ist diese Schrift für Kursteilnehmer konzipiert, um ihnen das schriftliche Festhalten der Themenkomplexe zu ersparen. Kursteilnemer werden während des Kurses, vor allem aber nach erfolgreichem Absolvieren der “Cakra-Arbeit”, die Form dieser Konzeption zu schätzen wissen und auch erst dann befähigt sein, sämtliche der hier beschriebenen Themen in ihrem vollen Umfang und in ihrer tiefsten, praktischen Bedeutung für alle Bereiche ihres persönlichen Lebens ganzheitlich durch Verwirklichung dieser verstehen zu können. Wir möchten all unseren Lesern an dieser Stelle diese wundervolle Arbeit mit den Cakras aus eigener Erfahrung und Verwirklichung zutiefst empfehlen. Diese Arbeit ist, ähnlich wie der Individuations-Prozess der “Analytischen Psychologie” C. G. Jungs, die Zen-buddhistische Lehre, die christliche Lehre, das Tarot und andere ganzheitliche, alle Bereiche des persönlichen Lebens umfassende Lehren, ein praktischer Weg der Selbstverwirklichung und Gottesverwirklichung. Wir werden durch die “Chakra-Arbeit” von allen äußeren und inneren Problem-Kompexen, Unreinheiten und Unvoll-kommenheiten befreit und gelangen so auf die höchste Ebene der geläuterten Freude und Liebe zum Höchsten, zu Gott, Krsna, Allah oder Jehowa, nämlich Ananda, unsere ewige Natur der Glückseligkeit, und Prema, unsere reine Liebe zu Gott.

Die Cakra-Arbeit ist in fünf Abschnitte oder Stufen unterteilt:

1. Bekanntschaft mit den Grundprinzipien der Cakra-Arbeit, Erörterung der durch die Arbeit zu erwartenden Ergebnisse, die Einschätzung der vom Schüler voraussichtlich hierfür benötigten Zeit sowie Beseiti gung der inneren Zweifel über die Arbeitsmethode und den Lehrer oder Meister, den Guru.

2. Grobe Korrektur und Reinigung der Cakras

3. Korrektur des Egos durch die Manifestation der Seelen-Kraft, Überwindung der Dualität

4. Erlernen der Fähigkeiten der Heilung durch die Ausführung der Cakra- Arbeit mit anderen, Zertifikat der Meisterschaft der Cakra-Arbeit

5. Autorisation, andere als Meister der Cakra-Arbeit auszubilden

Auf entstehende Fragen von Seiten der Leser gehen wir gerne ein. Wir empfehlen, zum tieferen, gesamtheitlichen Verständnis diese Themen im Gespräch und in der Praxis von uns angebotener Kurse zu studieren. Und jetzt wünschen wir viel Freude und Verwirklichung bei der Lektüre.


1. Die sieben Cakras

Im Folgenden geben wir eine Beschreibung der sieben Chakras, ihres Wirkungs-Bereiches im Körper, ihrer Inhalte, ihrer inneren Bilder und ihrer Störungen:


1. Kundalini-Cakra

Ort im Körper: Steißbein, Enddarm

Inhalte: Unbewußtes, Müdigkeit, Schlaf, schlechte Laune, Traum, alle Bilder, Drogen, Geschmack an gestandener Nahrung und Gegorenem, Berauschung, Sitz Mayas, der Schlange oder Satans, der Versuchung, Tamas

Bilder: Alle Bilder im Verborgenen

Störungen: Schlafstörungen, Alpträume, Schlafsucht, Drogensucht, Ablenkungen, Konzentrationsschwäche, Darmverstopfung, Darmvertrocknung undVerhärtung u. a.


2. Sex-Cakra

Ort im Körper: Genitalbereich

Inhalte: Empfindung, Fühlen, Gefühl, Tastsinn, Wahrnehmung, feinstoffliche Wahrnehmung, Sexual-Bilder, Lust, Genuß, Tamas-Rajas

Bilder: Alle sexuellen Möglichkeiten und Kombinationen

Störungen: Sexualkrankheiten, Perversionen, Harnleiterentzündung, Blasenentzündung, Eileitererkrankungen u. a.


3. Emotional-Cakra

Ort im Körper: Bauch, Magen, Zähne, Dickdarm, Dünndarm, Beine

Inhalte: Ego, Neigungen, Dualitätsempfinden, Zuneigung-Abneigung, Liebe-Haß, Güte-Strenge, Neid, Eifersucht, Kampf, Ehrgeiz, Auseinandersetzung, Streit, Schimpfen, Beleidigen, Herausfordern, Fliehen, Flüchten, Angriff, Kampflust, Befreiung, Eroberung, Verteidigung, niederer Wille, Macht, Herrschen, Essen, Verdauen, Rajas

Bilder: Alle Auseinandersetzungen, alle Spannungsbilder, alle Bestrebungen, alle Wünsche

Störungen: Magenbeschwerden, Krämpfe, Verstopfung, Zerrungen, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Sodbrennen, Durchfall u. a.


4. Herz-Cakra

Ort im Körper: Herz, Lunge

Inhalte: Liebe, Ausrichtung auf die niederen Chakras: Eigenliebe (Ego, Kama), Ausrichtung auf die höheren Chakras: Gottesliebe (Prema), reiner Wille, stets auf das Höchste gerichtet, Anteilnahme, Mitgefühl, Mitleid, Barmherzigkeit, Helfen, All-Liebe, Intuition (Gefühl), Verwirklichung (Liebe-Weisheit), Sitz der Seele und der Überseele (Gewissen, Manifestation Gottes), Rajas-Sattva

Bilder: Alle Liebesbilder

Störungen: Herzstörungen, Lungenerkrankungen u. a.


5. Aktivitäts-Cakra

Ort im Körper: Hals, Mund, Rachenraum, Stimmbänder, Arme

Inhalte: Handlungen, Worte, Taten (Arme), Talente, Karma, Rajas-Sattva

Bilder: Alle Handlungen, alle Bewegungen

Störungen: Hals- und Rachenerkrankungen, Mundgeschwüre, Hautkrankheiten u. a.


6. Weisheits-Cakra oder Stirn-Cakra

Ort im Körper: Zwischen den Augenbrauen, unterer Gehirnteil, Ohren, Augen, Nase

Inhalte: Vorausschau, Visionen, Traum, Planung, Organisation, höhere Macht, Siddhis, Konzentration, Meditation, Intuition (Wissen-Weisheit), Wissen, Weisheit, Verwirklichung (Wissen-Weisheit), Erinnerung, Denken, Ahnen, Analyse, Systematik, Ratio, Logik, Argumentation, Zukunfts-Voraussicht, Zukunfts-Ahnung, Kreation, Kunst- und Musikschöpfungen, Sattva

Bilder: Alle Bilder

Störungen: Augen-, Nasen- und Ohrenerkrankungen, Kopfschmerzen, Migräne, Tumore, Geisteserkrankungen, Schwindel, Ohnmacht, Depressionen, Geistesschwäche, Gedächtnisschwäche, Einfältigkeit, Konservativismus, duales Denken


7. Gottes-Zentrum

Ort im Körper: Schädeldecke, oberster Gehirnteil

Inhalte: Wissen über Gott, Weisheit, Verwirklichung, Gottesschau, Meditation, Verbindung mit Gott, ganzheitliches Verstehen, Ermächtigung, Allmacht, Allwissen, Allgegenwart, Siddhis, Prana (Lebenskraft, Energie), Sattva-Suddha Sattva

Bilder: Alle Gottesbilder, Verbindung aller Bilder mit Gott

Störungen: Gottlosigkeit, Gotteszorn, Überheblichkeit, Herrschsucht


2. Die höheren (+) und die niederen (-) Cakras Umkehrung der Nummerierung - Das Ego

Von der stufenweisen Entfaltung der Cakras aus gesehen über die Kindesentwicklung, Pubertät und Reife sowie die Entfaltung des Tages-Bewußtseins vom Schlafzustand über den Traumzustand zum Wachzustand und der schrittweisen Entwicklung der Gefühle und Emotionen bis hin zur Aktivität und Planung ist die bisherige Nummerierungs-Reihenfolge folgerichtig. Vom Aspekt der qualitativen Rangordnug ergibt sich aber genau die Umkehrung dieser Reihenfolge als folgerichtig, an die wir uns fortan halten werden:

1 Gotteszentrum +

2 Weisheits-Cakra +

3 Aktivitäts-Cakra +

4 Herz-Cakra +/-

5 Emotional-Cakra -

6 Sex-Cakra -

7 Kundalini-Cakra -

Jedes Cakra kann richtig oder falsch benutzt werden. Kein Mensch, mit Ausnahme der Heiligen vom Zeitpunkt Ihrer Erleuchtung an, der Heilig-Geborenen und der Avataras (Inkarnationen Gottes; “Die reinen Gottgeweihten sind stets makellos, ohne Fehler” Bhagavad Gita), kommt drum herum, aus Unwissenheit (aufgrund des eigenen Karmas), auch trotz bestem Bestreben und gutem Willen, Fehler zu machen und daraus zu lernen. “Jede Bemühung der Nicht-Gottgeweihten ist von einem Fehler überschattet” (Bhagavad Gita). Diese Fehler sind in der Regel unumgänglich und haben die positive Aufgabe, zur Belehrung zu erscheinen. Sie können nicht wirklich als ernsthafte Fehler bezeichnet werden und haben nur solcherlei Folgen leichterer Art, die auf den Fehler aufmerksam machen und nur bis zur Richtigstellung reichen sowie bei Korrektur verschwinden. Der ernsthafte Fehler manifestiert sich erst, wenn die Lektion trotz genügend Hinweisen nicht gelernt wird und der Fehler weiterhin bestehen bleibt. Hier werden die Folgen immer schwerwiegender und können über leichte Krankheiten und Unfälle sowie andere Schicksalsschläge zu chronischen Krankheiten, schwereren Unfällen und Schicksalsschlägen, im Extremfall sogar bis zum frühzeitigen Tod, führen.

Trotz dieser Tatsache, nämlich der Möglichkeit der richtigen und falschen Umgehensweise mit allen Cakras, sind die oberen drei Cakras grundsätzlich von höherer, positiver Natur, während die niederen drei Cakras grundsätzlich von niederer, negativer Natur sind. Das mittlere Cakra, das Herz-Cakra, nimmt hingegen grundsätzlich, je nach Ausrichtung auf die oberen bzw. die unteren Cakras, deren Charakter an, ist also je nach Ausrichtung mal positiv und mal negativ. (Beispiele: Emotions-Ausrichtung, Ego (-), göttliche Ausrichtung zum höchsten Wohle aller selbst(Ego)los (+) = Güte + Strenge u. a.: Sex: Zeugung ohne Gottesbewußtsein (-), Zeugung im Gottesbewußtsein oder Adoption (+), Liebkosungen egozentrisch (-) oder Manifestation der reinen Liebe zum Wohle des Partners oder Arbeit für Hilfbedürftige (+) etc., Aber: Nicht schwarz/weiß-Denken: “Töricht, wer urteilt über Gut und Böse” (Laotse, Tao Te King). Die Cakras 7-Kundalini, Unbewußtes, 6-Sex, 5-Emotion sind grundsätzlich negativ, egoistisch, Energie-raubend, Kraft-nehmend, störend, enttäuschend, nicht zufriedenstellend etc. Sie können aber auch auf eine höhere Ebene gehoben werden, wenn nur die positive Kraft der oberern 3 Cakras 3-Aktivität, 2-Weisheit und 1-Gottesbewußtsein in sie projeziert wird (Beispiele: Sex durch Bestätigung aus der Meditation oder durch reine Intuition bzw. zum höchsten Wohle aller (Weisheit), Emotionen: Streit und Kampf, Schimpfworte, Hunger etc. aus gleichen Gründen, auch Kundalini: Müdigkeit etc., ebenso. Ohne diese positive Ausrichtung sind sie jedoch stets negativ und egoistisch und dienen den niederen Trieben: Schlafen/Entspannen, Sex/Entspannen, Essen und Vertei-digung (Srimad Bhagavatam). Sie müssen aber je nach Entwicklungsstufe im Gleichgewicht gehalten werden (Bhagavad Gita; Varnasrama, siehe hierzu auch unsere Schrift “Lebensgemeinschaft”). Die höheren drei Cakras sind hingegen grundsätzlich positiv, wenn sie nicht durch Projektion der unteren Cakras mit negativer Kraft geladen werden (Beispiele: egoistische Aktivitäten, Pläne, Atheismus bzw. die letzte Falle Mayas: zu glauben, die Seele = Gott u. a.).

Aus allen heiligen Schriften und allen Beispielen der Heiligen sind diese Tatsachen zu entnehmen. Einige Beispiele:

Kein Schlaf: Lahiri Mahasaya u. a. aus “Autobiographie eines Yogi” von Paramahansa Yogananda u. a.

Kein Sex: Moses, Jesus, Lashiri Mahasaya, Yogananda, Gandhi u. a.

Kein Kampf durch Gewalt, Keine niedrige Sprache: Jesus, Gandhi u. a.

Orden u. a.: Papst, Mönch- und Nonnen-Orden, Svamis, Brahmanas, Yogis, Varnasrama u. a.

Zitate aus Heiligen Schriften: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Liebe deine Feine. u. a.


3. Die Cakra-Arbeit

Fünf Stufen - Der Meister

Die fünf Stufen der Cakra-Arbeit sollten in jedem Falle von einem verwirklichten Meister gelehrt werden. Es ist nicht möglich, diese Arbeit selbst, ohne Meister, zu machen. In Ausnahmefällen kann der Meister auch auf der Traumebene, in der Vision oder als Erscheinung erscheinen (Bhagavad Gita). Doch in der Regel erscheint der Meister dem aufrichtig Suchenden als verwirklichte, weltlich verkörperte Person. Wir geben regelmäßig Kurse in allen fünf Stufen der Cakra-Arbeit und autorisieren qualifizierte Personen als Meister der Cakra-Arbeit. Bei erfolgreicher Absolvierung der jeweiligen Stufen erhalten die Kursteilnehmer eine Urkunde hierüber. Nachdem sie die letzte Stufe der Cakra-Arbeit, den Umgang mit allen Lebensbildern und die Heilung anderer verwirklicht haben, erteilen wir auf Wunsch die Autorisation, andere ebenfalls als Meister dieser Arbeit auszubilden. Hierzu ist nicht die höchste Stufe der Vollkommenheit, die höchste Verwirklichung der Meditation, nötig. Diese höchste Stufe wird auch auf dem Weg, anderen durch das eigene, praktische Beispiel und durch weisen Rat zu helfen, verwirklicht. Ebenfalls aber auch auf unterschiedlichen, anderen Wegen.

Die erste Stufe behandelt die Grundprinzipien der Cakra-Arbeit, die alle Grundprinzipien der Schöpfung beinhalten. Zweifel über die Arbeit und den Meister müssen hier gänzlich durch Wissen und auf Erfahrung gründendes Vertrauen gelöst werden. Die zweite Stufe behandelt die grobe Korrektur und Reinigung der Cakras. Die dritte Stufe behandelt die Korrektur des Egos und platziert die Seelen-Kraft an seine Stelle. Das Ego wird zum ewigen Diener der Seele. Die bisherige, duale Sichtweise wird in die ganzheitliche Wahrnehmung und Verwirklichung aller Lebensbilder umgewandelt. Die vierte Stufe behandelt die Heilung anderer und wird mit dem Zertifikat der Meisterschaft abgeschlossen. Sie erfordert gleichzeitig die Verwirklichung aller weiteren gegebenen Kurse: “Weisheit”, “Tantra und Meditation”, “Kindererziehung” und “Lebensgemeinschaft”. Die fünfte Stufe autorisiert zur Ausbil-dung weiterer Meister der Chakra-Arbeit.


4. Weisheit

Der gottesverwirklichte Mensch

Siehe hierzu auch unsere Schriften “Weisheit” und “Tantra und Meditation”.

Das Gotteszentrum und das Weisheits-Cakra verbinden sich im Idealfall durch vollständige Entfaltung der Gottesverwirklichung miteinander und somit auch mit dem Kundalini-Cakra, so daß nur noch fünf Cakras bestehen bleiben, die kreisförmig bzw. als fünfzackiger Stern dargestellt werden können.

Wichtige Haupt-Merkmale, an denen wir weise, gottesverwirklichte Menschen erkennen, sind:

1. Sie handeln stets zum höchsten Wohle aller und geben niemals niederen, egoistischen Neigungen nach.

2. Sie sind stets bereit, alle Mittel zum höchsten Wohle aller einzusetzen bzw. alles Nötige hierzu aufzugeben.

3. Sie sind immer voller Liebe zu allen Geschöpfen, die sich grund- sätzlich in Güte, Mitgefühl, Mitleid, Friedfertigkeit, Weisheit, Achtung, Verständnis, Rat und Hilfe offenbart, doch im Notfall auch in Strenge, Schutz und Verteidigung.

4. Sie erläutern die Heiligen Schriften und geben durch ihr ständiges Beispiel Zeugnis Ihrer Verwirklichung.

5. Sie beantworten jede grundlegende Frage durch Verwirklichung und Weisheit stets zur höchsten Zufriedenheit und zum Wohle aller.

6. Sie handeln stets nach höchster Weisheit, Intuition und Verwirklichung.

7. Sie achten stets den freien Willen anderer und versuchen niemals, andere gegen ihren freien Willen zu gottesbewußterem Handeln zu bewegen, wobei sie ihnen aber stets ihre ganzheitliche Hilfe anbieten. Gleichzeitig setzen sie sich für nach Gottesbewußtsein Strebende ein, auch wenn diese durch andere bei ihren Bemühungen gehindert werden.

8. Sie geben stets Ihr Äußerstes, um dem höchsten Wohle aller zu dienen und gehen dafür meist sogar weit über Ihre körperlichen und geistigen Grenzen hinaus, indem Sie auf Gottes Kraft vertrauen, die sich auf diese Weise auch stets mehr und mehr offenbart.

9. Sie geben stets ein vollkommenes Beispiel im Einhalten des rechten Maßes in Schlaf, Essen, Reinheit, Ordnung, Arbeit und Entspannung (Bhagavad Gita).


5. Meditation

Die Meditation ist zur Vervollkommnung der individuellen Verwirklichung unerläßlich und entwickelt sich graduell (siehe Beispiele von Heiligen). Die Vollkommenheit in der Meditation ist nur auf höchster Stufe erfahrbar. Bevor diese Stufe erreicht ist, werden Verwirklichungen in der Meditation, die sich bei regelmäßiger Übung in kurzer Zeit einstellen und sich bei regelmäßiger Ausübung ständig vertiefen, nach einiger Zeit nach dem Meditations-Prozess wieder abschwächen. Nach höherer Verwirklichung stabilisiert sich die Verwirklichung mehr und mehr, und auf der höchsten Stufe erlebt der vollkommen Verwirk-lichte die 24 Stunden, ohne sie von der Meditation unterscheiden zu können. Seine Wahrnehmung ist nun rein intuitiv. Siehe hierzu die Lehre und die Lehrbriefe Paramahansa Yoganandas und Lehre und Beispiel aller anderen Heiligen der Welt. Siehe hierzu unsere Schrift “Tantra und Meditation”.


6. Der richtige Umgang mit den Lebensbildern - Die praktische Anwendung

Allgemeine Schlüssel

Siehe hierzu auch unsere Abhandlung “Kindererziehung”.

Im Folgenden beschreiben wir die grundlegenden Funktionen, die durch Verwirklichung stets alle gemeinsam ihre ständige Anwendung in allen Lebensbildern finden:

1. Handle stets zum höchsten Wohle aller. Sehe alles stets in Relation zu Ort, Zeit und Umständen. Töricht, wer urteilt über gut und böse, richtig und falsch, und wer keine Achtung hat vor dem, was anderen Achtung einflößt (Laotse). Nicht schwarz-weiß-denken.

2. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Liebe deine Feinde (Jesus). Liebe = Güte und Strenge im Austausch mit Menschen auf materieller Ebene, erst im Austausch mit Menschen auf reiner spiritueller Ebene ist sie nur noch reine Güte ohne Strenge.

3. Vergewissere dich immer, daß dein Bild dem höchsten Wohle aller dient, daß die Umsetzung die jeweils beste Entscheidung für die jetzige Zeit ist, und bitte Gott in der Meditation um Seine Führung: Gott, Dein Wille geschehe (Jesus). Sei ein Diener, ein Sohn Gottes (Jesus; Yogananda u. a.).

4. Halte in allem stets das richtige Maß ein: nicht zuviel Schlaf, nicht zu wenig, ebenso gesunde Ernährung, dem Wesen entsprechende Tätigkeiten, angemessene Entspannung etc. (Bhagavad Gita)

5. Es ist immer alles richtig. Natürlich auch, sich jeweils für die bestmögliche Entscheidung zu bemühen.

6. Alle Lebensbilder sind Aufgaben, die noch nicht gänzlich gelöst sind, sonst würden sie nicht mehr erscheinen. Daher ist auch immer jedes Bild wichtig.

7. Jedes Lebensbild und jedes Wunschbild hat einen Schlüssel, der aus der Meditation über das Bild erkennbar wird. Ebenso hat jeder Schlüssel und jedes Bild seinen Preis, der ebenso durch die Medita- tion über das Bild erkennbar wird.

8. Sag niemals nie. Sei stets für eine Änderung in jeder Situation offen, und wenn du die Notwendigkeit zur Änderung zum höchsten Wohle aller erkennen kannst, setze sie um.

9. Alle Mittel dienen ihrem Zweck. Der Zweck heiligt die Mittel. Scheue keine Mittel und Risiken, wenn sie die einzigen sind, die ihren Zweck erfüllen, nämlich dem höchsten Wohle aller zu dienen, und vertraue ganz auf Gottes Schutz (Bhagavad Gita).

10. Beseitige immer erst alle Zweifel und Unklarheiten durch Planung, Einfühlen, Empfinden, Analyse, Intuition, Studium, Beratung und Meditation, und setze dann dein Bild um.

11. Nichts ist unmöglich. Jedes Wunder kann jederzeit geschehen. Gott ist allmächtig, und wenn wir seinem Willen entsprechen, wird er alles Nötige dafür tun. Sei dir stets dessen bewußt, auch in der Planung, und sei stets dafür offen.

12. Achte auf alle Zeichen, die du nicht verstehst, auch auf deine Träume und Gedanken, und versuche sie zu entschlüsseln, wenn nötig mit Hilfe anderer.

13. Wisse immer: Alles hängt immer aufs Engste zusammen (Synchroni- zität; C. G. Jung). Ihr werdet es hernach erfahren (Jesus). Versuche diese Zusammenhänge stets zu erkennen und zu deuten, und es wird dir bald stets gelingen. Wer sucht, der findet. Wer anklopft, dem wird aufgetan (Jesus).

14. Sei immer für unerwartete Erkenntnisse und Überraschungen offen, die dir helfen, die erkannten Bilder schneller und besser zu erfül- len. Suche stets danach und folge in dieser Beziehung jeder Spur.

15. Scheue dich vor keiner Entsagung, die dem Wohle aller dient. Überfordere dich aber ebenso niemals so sehr, daß du dadurch eher Kraft verlierst als gewinnst und als Resultat für die Umsetzung deiner höchsten Ziele untauglicher wirst.

16. Gebe stets dein Äüßerstes und vertraue auf Gott, daß Er dir stets die nötige Kraft gibt, die gesetzten Aufgaben zu erfüllen. Gehe auch immer wieder und immer öfter über deine Grenzen der Möglich- keiten, Vorstellungen und Normen etc., und mache so die Er- fahrung, daß Gott auch dann dich mit der nötigen Kraft und mit dir vorerst noch unerklärlichen Wundern versorgt: ja je mehr du bereit bist, die erkannten Ziele mit aller Kraft, aller Entsagung und über alle dir bisher bekannten Grenzen zu erfüllen, desto stärker versorgt dich Gott mit der Kraft der vorerst unerklärlichen Wunder, die du auf diese Weise von Zeit zu Zeit besser und besser verstehen und beherrschen lernst.

17. Sei so oft wie nur irgend möglich in der Gemeinschaft von Per- sonen, die diese Ziele schon besser beherrschen als du. Dadurch lernst du all dies viel schneller zu praktizieren und gewöhnst dich daran, daß diese Grundsätze ganz normal und natürlich sind, und daß sie einfach und mit Freude ausgeführt werden. Siehe hierzu unsere Schrift “Lebensgemeinschaft”.

18. Sei bereit, stets alle gewohnten Normen aufzugeben und nur noch deiner Intuition zu folgen. Verwechsle sie aber nicht mit deinem Ego. Dies merkst du durch die Erkenntnis, daß das, was du fälsch- lich für deine Intuition gehalten hast, dich in die Irre geführt hat und du noch nicht genau zwischen deinem Ego und der Intuition unterscheiden kannst. Gebe es deshalb aber nie auf, damit solange weiterzuexperimentieren, bis du es genau gelernt hast, stets auf deine Intuition zu hören, die sich niemals irrt, woran du sie auch immer erkennen kannst und durch ausreichende Übung in nicht allzulanger Zeit stets danach handeln wirst, ohne fehlzugehen. Festige dich hierin mehr durch Punkt 17.


7. Heilung - Krankhafte Bilder - Loslassen

Mit der praktischen Ausübung der Heilung beginnt der Fortsetzungskurs nach Abschluß der 3. Stufe der hakra-Arbeit: es ist das Thema der 4. Stufe. Das hierzu benötigte, verwirklichte Wissen kann ausschließlich nur in der Praxis übermittelt werden. Das Prinzip hier ist, daß der Schüler mit der Hilfe und Anleitung des Meisters lernt, die Problematik seiner zukünftigen Schüler intuitiv, durch die Widerspiegelung der Problem-behafteten Cakras seiner Schüler in seinen eigenen Cakras ganzheitlich zu verstehen und so dem Schüler auf effektivste Weise zu helfen, die jeweilige Problematik ganzheitlich, zu seinem höchsten Wohle, zu lösen.

Durch die Fähigkeit, die krankhaften Bilder noch in ihrer Bildform zu behandeln, zu heilen, umzuwandeln bzw. aufzulösen, bleibt dem Schüler der leidvolle und langwierige Weg erspart, all diese Bilder so oft in ihrer materiellen Manifestation erleben zu müssen, um daraus zu lernen, bis sie durch Verwirklichung vollständig korrigiert sind. Dies ist der Hauptteil der Cakra-Arbeit, der die Absolventen befähigt, zukünftig mit allen Lebenssituationen richtig umgehen zu können und gleichzeitig ebenfalls stets anderen dabei helfen zu können.

Lernen loszulassen, theoretisch die einfachste Tätigkeit der Welt, entpuppt sich immer wieder als die im praktischen Bereich am schwierigsten zu erfüllende Aufgabe. Zu erkennen, was man wann und wie, unter welchen spezifischen Umständen, loslassen soll, und wie man anderen dabei hilft, ist Haupt-Bestandteil dieses Kurses. Dies ist, wie das Laufen und Sprechen etc., nur in der Praxis zu erlernen. Daher erübrigen sich, wie in unseren beiden Beispielen, theoretische Erörterun-gen hierzu. Siehe hierzu unsere weiteren Schriften “Weisheit”, “Tantra und Meditation”, “Kindererziehung” und “Lebensgemeinschaft”.


Entwicklungs-Pyramide

1. Echte Religion und Heilung, Magie

2. Unvollkommene Religion, Spekulative Philosophie und Kunst

3. Erfolgs-Schicht

4. Bürgerschicht

5. Schüler und Studenten

6. Kranke

7. Aussteiger




3. Tantra und Meditation

English translation coming soon by Arysoth

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Inhalt

Vorwort

Einleitung

1. Die erkennbare Schöpfung - Die äußere und die innere Welt

2. Die Grundlage der Schöpfung - Die vedischen Schriften u. a.

3. Varnasrama - Die vedische Gesellschaftsordnung

4. Das Kama-Sutra

5. Die ursprüngliche Lehre des Tantra - Mantra - Yantra - Tantra

6. Das höchste Ziel des Lebens

7. Karma-Yoga

8. Bhakti-Yoga - Der Weg der Hingabe

9. Dhyana-Yoga - Meditation

10. Sanga - Gemeinschaft


Vorwort

Die Texte der spirituellen Gruppe und Lebensgemeinschaft AUM dienen sowohl der Begleitung der laufenden Kurse alsauch als philosophische Grundlage der Gemeinschaft. Ziel der Kurse und der Gemeinschaft ist es, auf dem persönlichen Weg der Selbstverwirklichung durch das eigene Beispiel helfend zu wirken und die Leser und Kursteilnehmer zu inspirieren, tiefgehendere Fortschritte durch die aktive Teilnahme an den Aktivitäten der Gemeinschaft zu machen. Wir empfehlen hierzu die Lektüre unserer verschiedenen, kurz gefaßten Schriften sowie die Teilnahme an Einführungs-Abenden und den verschiedenen Kursen.


Einleitung

Die vorliegende Schrift will versuchen, das Thema des Tantra in seinem ursprünglichen Zusammenhang mit den Weisheits-Schriften des alten Indiens, den Vedas, und dem höchsten Aspekt, der Meditation und der Gottesverwirklichung, aufzuzeigen, sowie seine zeitlose Aktualität und ganzheitliche Behandlung des Themas zu belegen. Auf entstehende Fragen von Seiten der Leser gehen wir gerne ein. Wir empfehlen, zum tieferen, gesamtheitlichen Verständnis diese Themen im Gespräch und in der Praxis von uns angebotener Kurse zu studieren. Und jetzt wünschen wir viel Freude und Verwirklichung bei der Lektüre.


1. Die erkennbare Schöpfung

Die äußere und die innere Welt

Wir unterscheiden innerhalb der Schöpfung Gleiches, Ähnliches, Verwandtes, Zusammenhängendes, Resultierendes, Existentes, Geschaffenes, Unterschiedliches, Erklärliches, Unerklärliches, Ergründetes, Unergründetes, Totes, Lebendiges, Werdendes, Vergehendes, Mysteriöses und ähnlich Klassifizierbares. Zur Frage des grundlegenden oder wahren Ursprungs bzw. Zusammenhangs aller erkennbaren Dinge gibt es unterschiedliche Erklärungen, von der Erklärung der Unerklärbarkeit über die Erklärung der Nutzlosigkeit eventueller Erklärungsversuche, dann verschiedener spekulativer, philosophischer, psychologischer, atheistischer sowie theistischer Modelle u.s.w. bis hin zur ganz persönlichen Weltanschauung eines jeden Individuums. Wer sich bei diesem schier unerschöpflichen Angebot trotzdem noch in den Dschungel der verschiedenen, größtenteils sich scheinbar bzw. tatsächlich mehr oder weniger widersprechenden Erklärungsmodelle wagt, in der Hoffnung, auf diese Weise eventuell effektiver auf das persönlich für am geeignetsten empfundene Erklärungsmodell zu stoßen, da die Vorgänger bewußt der Nachwelt ihre Funde auf ihrer Suche teilweise zu eben diesem Zweck, nämlich der Nachwelt den Weg der Suche zu verkürzen, oder allein um mehr Anerkennung oder andere Ziele zu erlangen, hinterlassen haben, wird bald feststellen, daß eine große Anzahl der Erklärungsmodelle einen Absolutheitsanspruch stellt, der von anderen wiederum streitig gemacht wird bzw. durch selbigen Anspruch trotz unteschiedlichem Erklärungsmodell automatisch die Absolutheit anderer, sich in entscheidenden Punkten unterscheidender Modelle streitig macht. Ebenfalls stößt man auf Begründungen und Beschreibungen, die, zumindest eventuell von dem momentanen, dazu nicht ausreichenden Verwirklichungsgrad des Betrachters aus gesehen, nicht nachvollzogen werden können, wie z. B. Beschreibungen von Wundern (Moses Meerspaltung, Christi Himmelfahrt, Mohammeds Erscheinungen des Engels Gabriel u. ä.) u. ä.

Auch unterscheiden wir zwischen von Außen wahrgenommenen Dingen und Sachverhalten, Meinungen etc. sowie von Innen erscheinenden Gefühlen, Gedanken, Bildern, Erinnerungen, Ahnungen, Wünschen etc. Hierzu haben sich hauptsächlich in letzter Zeit verschiedene Psychologen wie Freud, Jung u. a. bemüht, Erklärungsmodelle zu liefern, die, durch den praktischen Gebrauch mehr oder weniger geprüft - trotzdem, dem zum Trotze, von der Wissenschaft mit dem Argument der “Unwissenschaftlichkeit” immer wieder abgelehnt - die hier zugrundeliegenden Zusammenhänge scheinbar tatsächlich mehr oder weniger beschreiben können. Und auch hierzu existieren wiederum verschiedene philosophische oder theistische Modelle, die ähnlich versuchen, praktische Analysen zu liefern, die in Fachkreisen auch als wahrhaft ganzheitlich und funktionsfähig anerkannt werden, wobei sich diese Anerkennung wohlgemerkt ausschließlich auf die Fachkreise beschränkt, haben “Nicht-Eingeweihte” hierzu offensichtlich keinen “Erkenntnis”-Zugang, solange sie eben noch nicht durch “Einweihung” die Sicht der “Eingeweihten” teilen können.

Doch wollen wir die sogenannten, in Fachkreisen anerkannten Modelle, die sich in ihren Grund-Prinzipien alle überraschend ähneln, hier einmal umreißen. Folgende und ähnliche Aussagen werden gemacht:

1. Wie Innen, so Außen. Das Äußere ist nur ein Spiegel des Inneren bzw. das Innere bedingt das Äußere. Was im Innern gelöst bzw. erkannt ist, verliert im Äußeren seine Berechtigung (Krankheiten, Schicksals schläge etc. Wunder werden beschrieben: Jesus macht Krüppel Gehend, Blinde Sehend etc.).

2. Die Dualität muß überwunden werden. Gut und Böse, Yin und Yang, gehören ewiglich zusammen. Glück und Leid sind nur zwei Seiten einer Münze. Das Eine kann ohne das Andere in dieser Welt nicht existieren, wohl aber in anderen Welten! “Ananda”, die ewige Glück- seligkeit, liegt jenseits von Glück und Leid, Gut und Böse (Vedas). Töricht, wer urteilt über Gut und Böse, und wer keine Achtung hat vor dem, was anderen Achtung einflößt (Lao Tse). Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, liebe deine Feinde (Jesus Christus). Wir müssen unseren Schatten in uns verwirklichen, um die Ganzwerdung, die “In- dividuation”, wiederzuerlangen (C. G. Jung) u. a.

3. Alles Erlebte hat seine Ursache allein im eigenen Selbst, in den Handlungen der Vergangenheit und der Gegenwart (Karma, Vedas). Was du säst, das wirst du ernten (Jesus Christus). Auge um Auge, Zahn um Zahn (Moses) u. a.

4. Diese Welt ist nur eine pervertierte Reflektion der ursprünglichen, idealen Welt Gottes (Vedas, Platons Höhlen-Gleichnis, Bibel u. a.). Eßt nicht von dem Baum, sonst werdet ihr sterben und müßt leiden. (Moses Paradiesbeschreibung). Gottes Welt ist makellos (Bibel, Vedas, Koran u. a.).

5. Durch rechtes, gottesbewußtes Handeln gelangen wir wieder zurück in unsere ewige Heimat, das Paradies, die spirituelle Welt (Bibel, Koran, Vedas, Buddhistische Schriften u. a.). Alle Heiligen und alle echten Religionen weisen uns diesen Weg.

Außer, daß wir erkennen können, was uns umgibt und was sich in uns abspielt, können wir also auch versuchen, die Zusammenhänge der äußeren und der inneren Schöpfung zu verstehen, Ursprung, Sinn und Ziel unseres Lebens zu erkennen und den “rechten Weg” wiederzufinden, der uns wieder zu unserem erkannten Ziel führt. Siehe hierzu auch unsere Schriften “Weisheit” und “Chakra-Arbeit”.


2. Die Grundlage der Schöpfung

Die vedischen Schriften u. a.

In den vedischen Schriften, speziell im Srimad Bhagavatam oder Bhagavat Purana, werden folgende Zusammenhänge beschrieben, die wir hier zusammenfassend schildern wollen:

Die vedischen Schriften wurden erstmals vor ca. fünftausend Jahren niedergeschrieben, da die menschliche Rasse zu sehr an Lebenserwartung und Lernfähigkeit verlor. Die Lebens-erwartung sank von der Höchstdauer von 1000 Jahren auf 100 Jahre (Siehe auch Bibel u. a.). Die Lehrnfähigkeit war zu jenen Zeiten so hoch, daß Schüler nach einmaliger Belehrung ihr Wissen nie wieder vergaßen, ja es wörtlich wiedergeben konnten. Da auch diese Fähigkeit langsam verlorenging, beschlossen die Weisen der damaligen Zeit, das gesamte vedische Wissen, was bis dahin nur mündlich durch Verwirklichung überliefert wurde, für die folgenden Generationen niederzuschreiben. So wird die Schöpfung wie folgt beschrieben:

Am Anfang schuf Brahma, das ersterschaffene Wesen, nachdem er den Veda, der das gesamte Wissen ebenso des materiellen sowie des spirituellen Universums enthält, von Visnu, Krsna oder Gott, gehört hatte, das Universum in verschiedenen Schritten der Manifestation, wie es auch in der Bibel und anderen heiligen Schriften beschrieben wird. Dann schuf er die Körper der ersten Lebewesen, die sich in die Schöpfer des Guten und des Bösen aufteilten. Da die Lebewesen wie Gott, nach Seinem Bilde, beschaffen sind, sind sie wie Er ewig, ohne Anfang und ohne Ende (Bhagavad Gita 2.12). Alle Lebewesen in dieser materiellen Welt der Unvollkommenheit kommen, wie auch der Sündenfall der Bibel es beschreibt, aus dem Paradies, der ewigen, spirituellen Welt, auch Brahma. Siehe hierzu auch unsere Schrift “Weisheit”. Sie haben aber nach dem Herab-Fall in diese Welt jederzeit die Möglichkeit, wieder in die spirituelle Welt zurückzugelangen, indem sie sich wieder an Gottes Worte halten. Dies ist nur natürlich und ohne besondere Anstrengung mit Freude ausführbar, da diese Form von Handlung unsere ureigenste, ewig natürliche Neigung ist, die uns auch stets höchste Freude, Ananda, bereitet. Zum Thema “Mißbrauch der Religion” im Kapitel Dhyana-Yoga.


3. Varnasrama - Die vedische Gesellschaftsordnung

In allen vedischen Schriften gilt das Varnasrama-Gesellschaftssystem als die Ideale Gesellschaftsordnung. Es wird mehrfach detailliert beschrieben und ist die Grundlage sämtlicher vedischer Geschichtsschreibungen und religiösen Abhandlungen. Es wird u. a. in der Bhagavad Gita kurz umschrieben und von Krsna, Gott Selbst, als das ideale Gesellschaftssystem für alle menschlichen Lebensformen bezeichnet. Siehe hierzu auch unsere Schrift “Lebensgemeinschaft” sowie das Buch “Varnasrama” von Harikesa Swami im Verlag “The Bhaktivedanta Book Trust”.


4. Das Kama-Sutra

Das Kama-Sutra ist die ganzheitliche vedische Schrift zum Thema “Beziehungen zwischen den Geschlechtern”. Es wurde wie alle Vedas von Brahma offenbart und erörtert in vollkommener Weise die folgenden Themen: Vorbereitungen und nötige Qualifikationen der Beziehungs-Partner, die verschiedenen Annäherungsweisen, der Geschlechts-Akt in allen Varianten, sämtliche, psychologischen Grundsätze der unterschiedlichen Geschlechter, Grundsätze der Ehe, ideales Verhalten der Ehepartner zueinander, Mehrfachbeziehungen, rechter Umgang mit den Frauen anderer Männer und den Männern anderer Frauen, voll-ständige Anleitungen zur Prostitution, Steigerungs-Methoden der Lust sowie das Ziel des Tantra, die Loslösung und Ausrichtung auf Gott. Leider ist durch die materielle Ausbeutung des Textes durch die Jahrhunderte ein zutiefst fälschliches Bild vom wirklichen Inhalt des Kama-Sutra entstanden, hauptsächlich durch die ausschließliche Darstellen der Akt-Beschreibungen in all ihren Möglichkeiten sowie der Methoden der Steigerung der Lust, was aus einer materiell orientierten Genuß- und Ausbeute-Betrachtung des Stoffes aber nur verständlich ist. Wir empfehlen an dieser Stelle die vollständige Lektüre der ungekürzten Ausgabe, “Kamasutra, Die indische Liebeskunst”, erschienen im Knaur Verlag.


5. Die ursprüngliche Lehre des Tantra - Mantra - Yantra - Tantra

Die ursprüngliche Lehre des Tantra, die uns heute leider meist nur noch in entstellter und entarteter Form erreicht, bedingt durch den Verfall der Kulturen und im besonderen der Religionen, die aufgrund ihrer Gegensätzlichkeit dem materiellen Leben und Genuß gegenüber unter den Herrschern der Welt, die in der Regel mehr am vergänglichen Genuß haften als an den höchsten Freuden des Ewigen, und die sich keiner besonderen Beliebtheit erfreut, wollen wir im Folgenden kurz umreißen.

Tantra bezieht sich auf alle Handlung, nicht, wie oft fälschlich beschrieben, nur auf den Akt. Yantra bezieht sich auf die inneren Bilder, die als Auslöser zu den Tantras wirken, und Mantra meint die Gedanken oder Worte, also die Kodierungen, die die Yantras erzeugen bzw. diese durch Worte in anderen Gesprächspartnern entstehen lassen.

Im ursprünglichen Tantra lernt man nun, alle erwünschten Tantras durch unterschiedliche Yantras auszulösen. Im Sexualbereich bedeutet dies z. B., den Orgasmus durch bestimmte Yantras auszulösen. Diese Yantras werden nun mit bestimmten Mantras verbunden. Dann wird gelernt, die Yantras durch andere auszutauschen, wobei gelernt wird, daß diese aus-getauschten Yantras und die dazugehörigen Mantras die gleichen Tantras auslösen wie die ehemaligen Yantras und Tantras. An dieser Stelle wird auch die Funktionsweise aller pervertierten Formen des Sexes bis hin zum Sexualmord verständlich. Nachdem diese Übungen erfolgreich praktiziert wurden, also gelernt wurde, daß es nicht unbedingt ein bestimmtes Yantra ist, das das Tantra auslöst, bzw. daß das Erfüllen bestimmter Yantras nicht unbedingt durch das Ausführen bestimmter Tantras nötig ist, um das erwünschte Resultat zu erhalten, sondern daß es die gelernte Verbindung, das Programm, ist, das als Auslöser fungiert. Es wird gelernt, wie der Orgasmus durch verschiedene Mantras und Yantras gesteigert, intensiviert, verlängert, verkürzt, hinausgezögert, beschleunigt, verhindert und transformiert wird. Nun lernt der Schüler durch verschiedene Kombinationen der Mantras und Yantras, den Orgasmus in höchster Intensität, wie schon gelernt, zu erleben, obwohl er gleichzeitig verhindert wird, also der Samenerguß bzw. der Koitus der Frau zurückgehalten wird. Schließlich lernt der Schüler, den Orgasmus in allen Dingen und Beschäftigungen zu erleben, ohne hierbei vom Geschlechtsakt abhängig zu sein.

Die höchste Form des Tantra, das wahre Ziel des ursprünglichen Tantra, ist es, alle Mantras, Yantras und Tantras völlig von der niederen Schwingung der vergänglichen, fleischlichen Lust zu befreien und auf das höchste Ziel des Lebens, Prema, Liebe zu Gott, zum Ewigen, zu richten, die zur Wiederaufnahme unserer ewigen Beziehung zu Gott, Krsna, führt, auf die höchste Ebene des ganz persönlichen Austauschs. Der Weg des Tantra über die verschiedenen Stufen der Loslösung bis hin zum höchsten Ziel ist, so wie der Weg des Varnasrama, ein ganz persönlicher, individueller Weg und sollte vom ernsthaften Schüler unter der Anleitung eines verwirklichten Meisters gegangen werden. Vor einer zu sprunghaften Entwicklung sollte sich der Schüler in Acht nehmen, da eine vorzeitige Reife die Gefahren des Überschätzens, der Überheblichkeit und der mangelhaften Erkenntnis in sich birgt und in einem solchen Fall zum Rückfall zwingt, um die richtige Selbst-Einschätzung zu lehren, Überheblichkeit durch Demütigung zu korrigieren und somit die mangelhafte Erkenntnis auszugleichen. Siehe hierzu auch unsere Schrift “Chakra-Arbeit”.


6. Das höchste Ziel des Lebens

Das höchste Ziel des Lebens ist die Wiedervereinigung mit Gott auf der höchsten Ebene des persönlichen Austausches durch Prema, reine Gottesliebe. Dieses höchste Ziel wird schrittweise und durch unterschiedliche Veranlagung durch das Durchschreiten der verschiedenen Stufen des Varnasrama erreicht. Siehe hierzu auch unsere Schrift “Weisheit”.


7. Karma-Yoga

Karma-Yoga ist der anfängliche Weg eines nach dem Höchsten strebenden Menschen. Er verfolgt weiterhin die seinen Neigungen entsprechenden Aktivitäten, verwandelt gotteswidrige Handlungen schrittweise, allmählich, mit der Zeit, in gottesbewußte Aktivitäten und unterstützt mehr und mehr die Aktivitäten weiter fortgeschrittener Gottgeweihter durch seine Zusprache, den Einsatz seiner erworbenen Mittel und schließlich auch mehr und mehr durch seine eigenen Taten.


8. Bhakti-Yoga - Der Weg der Hingabe

Der weiter fortgeschrittene Gottgeweihte oder Yogi hat die Überzeugung erlangt, daß die Hingabe zu Gott nur durch Ausschließlichkeit praktiziert werden muß, um das höchste Resultat zu erlangen. Er bemüht sich nun, sein ganzes Interesse und seine ganze Kraft hierrauf zu richten und macht durch Aufgabe seiner persönlichen Neigungen, Anhaftungen und Wünsche zum höchsten Wohle aller weitere Fortschritte. Siehe hierzu auch die Lehre und das Werk von His Divine Grace A. C. Bhaktivedanta Srila Prabhupada.


9. Dhyana-Yoga - Meditation

Der auf diesem Weg noch weiter fortgeschrittene Yogi erkennt nun, daß es nicht so sehr darum geht, was man im Äußeren tut, wie gut und wie sehr es auch dem höchsten Wohle aller gereicht, sondern daß der innere Weg der fundamentalere auf dem Wege zu Gott ist. Er erkennt die Wichtigkeit der inneren Reinheit und Konzentration, die er auf dem Wege der schrittweisen Loslösung von allen Dingen und Vorstellungen durch geeignete Meditations-Praktiken unter der Anleitung der verwirklichten Meister der Vergangenheit und der Gegenwart nun schrittweise im eigenen Innern verwirklicht.

Auch stellen sich nun bei wachsendem Fortschritt mehr und mehr mystische Fähigkeiten wie reine Intuition, Hellsehen, Gedanken lesen, gleichzeitige Wahrnehmung der drei Zeiten, Visionen, Heilende Fähigkeiten, Levitation, Materialisation beliebiger Dinge, Materialisation und Entmaterialisation des eigenen Körpers und Erreichen jedes beliebigen Ortes durch Gedankenkraft und -Geschwin-digkeit u. a., ein, die den fortgeschrittenen Yogi aber keines wegs irritieren und von seinem Ziel, Gottesverwirklichung durch den persönlichen Austausch mit Gott zu erlangen, abbringen. Er wird, wenn er genügend fortgeschritten ist und diese Ebene nicht durch vorzeitiges, unverwirklichtes Überspringen vorheriger Entwicklungs-Stufen erlangt hat, nicht in die Versuchung geraten, seine neu erworbenen, mystischen Fähigkeiten unverwirklichten Personen zur Schau zu stellen, was ihm und anderen eher schaden als helfen wird und außer dem Karma, anderen geschadet zu haben, und daß er für den Schaden aufkommen muß, auch den baldigen Verlust der neu erworbenen Kräfte zur Folge hat, indem man mehr und mehr mit dunklen Kräften in Verbindung kommt, die es dem unreifen Yogi immer schwerer machen, seine Fähigkeiten ohne größeres Leid und immer größer werdende Ängste zu mißbrauchen. Ein reiner Gottgeweihter bedarf in der Regel nicht bzw. kaum der mystischen Kräfte, die er trotzdem zu gegebener Zeit beherrschen lernt und allein in erforderlichen Situationen zum Einsatz bringt, wie wir es aus den Lebensbeispielen aller Heiligen kennen: Moses spaltet das Meer, läßt Nahrungsmittel vom Himmel regnen und vieles mehr. Jesus Christus begeht nach seiner Kreuzigung die Auferstehung und die Himmelfahrt, er besänftigt den Sturm und läuft über dem Wasser, er speist Tausende durch vervielfältigende Materialisationen von Nahrungsmitteln, macht Blinde Sehend und Krüppel Gehend, erweckt Tote und vieles mehr. Buddha spaltet den Felsen, der als Attentat auf Ihn geworfen wird, in zwei Teile und läßt sie links und rechts neben sich herabfallen, verwandelt auf Ihn geschossene Pfeile in Blumen und läßt sie zu Seinen Füßen niederregnen und vieles mehr. Hiervon ließen sich unzählige, weitere Beispiele anführen, die in allen heiligen Schriften der Welt zu finden sind.

Daß diese Berichte und Beispiele von Menschen niederer Ebenen und Verwirklichungen nicht verstanden und akzeptiert werden können, daß sie oft nur bereit sind, von sich auf andere zu schließen oder die Haltung “was ich nicht mit eigenen Augen sehe, glaube ich nicht” oder “ was mir über den Kopf wächst, mache ich einen Kopf kürzer”, anzunehmen, wie es die Beispiele von Sri Rama, Prahlad Maharaja, Sri Krsna, Moses, Buddha, Sokrates, Jesus, Mohammed, Mirabai und vieler anderer Heiligen zeigen, ist nur verständlich. “Was der Bauer nicht kennt, ... (frißt er nicht)”. So zeigt Jesus uns die höchste Stufe der verwirklichten Demut und der Liebe, indem Er am Kreuze sagt: “Mein Gott, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun !”. Und als Er Seinen Jüngern nach der Grabsteinlegung im geschlossenen Raum erscheint, sagt Er zum ungläubigen Thomas, nachdem Er ihn zu sich gerufen hat und ihn auffordert, Ihn zu berühren, um ihm so seine Zweifel an Seiner wahren Erscheinung zu nehmen: “Selig sind, die glauben, ohne zu sehen.” Ebenso trinkt Sokrates den Schierlingsbecher, indem er das Urteil als willkommenen Schicksalsruf akzeptiert, obwohl seine Schüler ihm den Weg in die Freiheit aus dem Gefängnis ermöglichen. Ähnlich verhält sich Mirabai.

Doch auch hier wird leider ebenso oft, wie auf allen Bereichen menschlicher Aktivitäten, Mißbrauch getrieben, indem die Aussagen und Lebens-Beispiele der Heiligen zu niederen, egoistischen Zielen aus dem Zusammenhang gerissen, entstellt und mißbraucht werden. Gerne benutzen Skeptiker und Zweifler diese Tatsache als Argument, daß alle Religion fiktiv ist und nur die Schwächen der Menschheit auf diese “religiöse” Art ausnutzt. Doch kann man nicht von der Tatsache des Mißbrauchs auf die Unwirklichkeit schließen, “das Kind mit dem Bade ausschütten”. Aber “das gebrannte Kind scheut das Feuer”. Wir können nicht die Existenz des Messers verbannen oder verleugnen, weil damit ungerechtfertigte Morde und andere Mißbrauche geschehen. Aber das ist die ewige Natur dieser Welt: Sie ist das “Gefängnis der ewigen, spirituellen Welt”, in der sich all diejenigen versammelt haben, die sich von Gott, und damit von der natürlichen inneren Haltung, stets zum höchsten Wohle aller tätig zu sein, abgewandt haben. Und wäre dies nicht so, wäre diese vergängliche, unvollkommene Welt der Leiden und Schrecken nicht mehr nötig, denn die ewige, spirituelle Welt, das Paradies, ist ewig Existent, Sat, ewig ohne Leid und ohne Angst, Vaikuntha, stets voller höchster Freude, Ananda, und sie war, ist und bleibt für ewig unsere wahre Heimat, in der allein all unsere Wünsche und Ideale zu unserer höchsten Zufriedenheit verwirklicht werden können, denn wir sind ein ewiges Teil Gottes, ohne Anfang und ohne Ende, nach Seinem Bilde geschaffen, und unsere ewige Natur, Sat, Chit, Ananda, die ewige Natur unsere ureigensten Seele, findet nur in ihrer natürlichen, ihr vollkommen entsprechenden Natur ihre ewige Freude und ihren ewigen Frieden wieder, denn die ewige Natur der spirituellen Welt, des ewigen Paradieses, besteht ewiglich, genauso wie die ewig vollkommene Natur unserer Seele, aus Sat, Chit und Ananda, Ewigkeit, Wissen und Glückseligkeit. Und dies ist der Weg, den alle wahren Religionen der Welt und alle wahrhaft heiligen Meister der Vergangenheit und der Gegenwart uns weisen, und der, trotz all der scheinbar verschiedenen, äußeren Unterschiede, immer der selbe, eine Weg ist, von dem Jesus mit Recht sagt: “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben”, und “Niemand kommt zum Vater denn durch Mich !”. Krsna sagt in der Bhagavad Gita: “Denke immer an Mich, werde mein Geweihter, verehre Mich und bringe mir Deine Ehrerbietungen dar. Auf diese Weise wirst du mit Sicherheit zu mir gelangen. Ich verspreche dir dies, weil Ich dich innig liebe.” Auch werden in der Bhagavad Gita die Wege des Karma-Yoga, Bhakti-Yoga und Dhyana-Yoga ausführlich beschrieben.

Wir können nach aufrichtigen Bemühungen auf diesem Weg langsam erkennen, daß sich unsere anfängliche Verwirrung im Dschungel der unzähligen, sich mehr oder weniger in ihren äußeren Erscheinungen unterscheidenden Erklärungs-Systeme zugunsten eines gesamtheitlichen Verständnisses von den überall gleichen, allen echten Systemen ewig zugrundeliegenden Prinzipien, lichtet. Und durch diese so umfassende Erkenntnis werden wir schließlich schon hier, in der materiellen Welt der Unvollkommenheiten, auf die spirituelle Ebene gehoben, die uns jenseits aller Dualitäten wieder zurück zu Gott, zu Krsna, Jehova, Allah u.s.w. führt, zurück in die ewige, spirituelle Welt.

Diese Erkenntnis, die sich durch das ewig ansteigende Erleben der höchsten Freude, Ananda, manifestiert, garantieren wir all den ernsthaft Suchenden, wie es auch all die Heiligen der vergangenen Zeiten getan haben, und wie es uns Paramahansa Yogananda, einer der größten, verwirklichten Heiligen unseres Jahrhunderts, garantiert hat, nämlich diese Erkenntnis schon von der ersten, ernsthaften Bemühung an zu erlangen. Und wir können euch die Wahrheit seiner Aussage durch unser eigenes Beispiel bezeugen, vor allem aber, indem wir euch anbieten, euch bei der Entfaltung dieser Erkenntnis zu helfen. Doch gehen muß jeder diesen Weg aus eigener Kraft, wie auch jedes Kind nur durch eigene Bemühungen das Laufen erlernen kann. Wir können euch dabei aber helfend zur Seite stehen, was für ernsthaft Suchende auf diesem Weg eine unschätzbare Hilfe sein wird. Und wer auf diesem Weg bereits in der höchsten Freude, Ananda, Fuß gefaßt hat, den fordern wir mit großer Freude dazu auf, zusammen mit uns den Weg der Vollkommenheit, den Weg zu Gott, zu beschreiten.

Zu diesem Kapitel empfehlen wir vor allem die Lehre und die Lehrbriefe von Paramahansa Yogananda, der als zuhöchst verwirklichter Meister dieses Weges jedem ernsthaften Schüler alle Mittel in die Hände legt, zu höchster Vollkommenheit durch stetige, eigene Verwirklichung, zu gelangen.


10. Sanga - Gemeinschaft

Wie uns das Leben und die Lehre aller großen Heiligen zeigt, ist die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten, die sich ebenfalls wie wir auf dem Weg zu Gott befinden, von großer Bedeutung für unseren persönlichen Fortschritt. Dies ist der Grund für das Entstehen von religiösen Gemeinschaften und Klöstern. Diese Gemeinschaften lassen sich in allen Zeiten auf ihre Begründer zurückverfolgen und bilden das lebendige Fundament, auf dem die Lehre ihrer heiligen Meister ruht.

Da leider auch hier das Gesetz des Verfalls nicht Einhalt hält, finden wir oft nur noch ruinenhafte Überbleibsel dieser einst blühenden, religiösen Gemeinschaften, die durch die Wirkung der wahren Feinde der Menschheit wie Egoismus, Lust, Zorn, Neid, Eifersucht, Gier, Illusion, Wahnsinn u. a. zum Teil längst mehr oder weniger entartet sind. Teilweise finden wir sektiererische Tendenzen, die eine falsch verstandene Ausschließlichkeit und Absolutheit ihrer Lehre gegen andere, anders gesinnte Menschen und Lehr-Systeme, richten. Wir finden viele Religionskriege auf dieser falsch verstandenen Wahrheit begründet. Teilweise begegnen wir auch religiösen Zeremonien und Bräuchen, die ihren Bezug zur praktischen Anwendung der Lehre längst nicht mehr erkennen lassen. Ebenfalls werden wir oft mit Weisheits-Formeln konfrontiert, die mittlerweile jeder auch nur einigermaßen sinnvollen Anwendung trotzen, ja sogar das pure Gegenteil von dem, was sie ursprünglich bedeuteten, manifestieren.

Hierraus entsteht der nur allzu verständliche Skeptizismus der beginnenden Suchenden jeglichen religiösen Gruppierungen und Gemeinschaften gegenüber, der hinter allem ein sich schließlich doch offenbarendes Sektierertum vermutet, jede Lehre als am Ende doch nur unvollständig, mangelhaft und fiktiv betrachten will und welche den Schritt, dies doch mal nach bisher fehlenden Indizien einmal selbst zu prüfen, nicht wagen wollen, aus Angst, einer noch unerkannten “Magie” ins Netz zu gehen, und so diesen für ihre spirituelle Entwicklung so wichtigen Schritt, die Lehre am lebendigen Beispiel zu erfahren, ständig zu umgehen versuchen.

Doch je aufrichtiger die Suche, desto zwingender dieser so entscheidende Schritt. Keine wahre Lehre kann ohne diesen Schritt in ihrer Ganzheit verwirklicht werden, und wir werden immer mehr durch die Lehre selbst gedrängt, diesen Schritt zu gehen. Es hilft uns nicht weiter, über eventuelle Gefahren auf diesem Weg ewig weiterzugrübeln. Solange wir keine Mängel auf unserem bisherigen Weg der Auseinandersetzung mit der Lehre finden können, bleibt uns ab einem gewissen Grade der ernsthaften Auseinandersetzung keine andere Wahl mehr, als uns auf den praktischen Weg in die Gemeinschaft der Glaubens-Brüder zu begeben. Seien es christliche, buddhistische, Zen-buddhistische, vedische, moslemische, schamanistische oder andere wahre Glaubens-Gemeinschaften, wir werden wieder, wie anfänglich auf unserem verwirrenden Weg durch den Dschungel der Glaubens-Systeme, den anfänglich wieder einmal verwirrenden Weg durch die praktischen Lebens-Grundsätze der mehr oder weniger verwirklichten Glaubens-Anhänger und -Führer gehen müssen, bis wir schließlich wieder allmählich die überall gleichen Grundsätze der wahren Religion, jenseits der manchmal noch fehlerhaften Ausführungen der Gemeinschafts-Mitglieder und -Führer, wieder durch die eigene Verwirklichung, erkennen, die uns die letzten, noch fehlenden Bausteine auf unserer Suche nach dem höchsten Ziel des Lebens liefern.

Und dies ist der wahre Wende-Punkt, der hier erreicht ist. Die materielle, duale Ebene der Gegensatz-Paare ist hier überwunden. Die spirituelle Ebene der ewigen Seele ist hier manifestiert. Goethe sagt es, so schön wie kein anderer, in seinem Faust, Zweiter Teil, 5. Akt:

FAUST (erblindet):
Die Nacht scheint tiefer tief hereinzudringen,
Allein im Innern leuchtet helles Licht ;
Was ich gedacht, ich eil es zu vollbringen ;
Des Herren Wort, es gibt allein Gewicht.

Vom Lager auf, ihr Knechte ! Mann für Mann ! Lasst glücklich schauen, was ich kühn ersann ! Ergreift das Werkzeug ! Schaufel rührt und Spaten ! Das Abgesteckte muß sogleich geraten.

Auf strenges Ordnen, raschen Fleiss
Erfolgt der allerschönste Preis ;
Dass sich das grösste Werk vollende,
Genügt Ein Geist für tausend Hände.

(und weiter:)

Eröffn ich Räume vielen Millionen,
Nicht sicher zwar, doch tätig-frei zu wohnen.
Grün das Gefilde, fruchtbar ! Mensch und Herde
Sogleich behaglich auf der neusten Erde,
Gleich angesiedelt an des Hügels Kraft,
Den aufgewälzt kühn-emsige Völkerschaft !

Im Innern hier ein paradiesisch Land,
Da rase draussen Flut bis auf zum Rand,
Und wie sie nascht, gewaltsam einzuschliessen,
Gemeindrang eilt, die Lücke zu verschliessen.

Ja ! diesem Sinne bin ich ganz ergeben,
Das ist der Weisheit letzter Schluss :
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss !

Und so verbringt, umrungen von Gefahr,
Hier Kindheit, Mann und Greis sein tüchtig Jahr.
Solch ein Gewimmel möcht ich sehn,
Auf freiem Grund mit freiem Volke stehn !

Zum Augenblicke dürft ich sagen :
“Verweile doch, du bist so schön !
Es kann die Spur von meinen Erdetagen
Nicht in Aeonen untergehn.” -
Im Vorgefühl von solchem hohen Glück
Geniess ich jetzt den höchsten Augenblick.


Und am Ende dieses wahrhaft großen Wekes der Weltliteratur heißt es:

CHORUS MYSTICUS.
Alles Vergängliche
Ist nur ein Gleichnis ;
Das Unzulängliche,
Hier wirds Ereignis ;
Das Unbeschreibliche,
Hier ist es getan ;
Das Ewig-Weibliche
Zieht uns hinan.




4. Kindererziehung

English translation coming soon by Arysoth

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Inhalt

Vorwort

Einleitung

1. Das relative, bedingte Umfeld, Eltern - Gesellschaft - Kultur - Geschichte - Ehe

2. Der Zeugungsakt

Das Bewußtsein zum Zeitpunkt der Zeugung - Religiöse Opferzeremonien

3. Die Schwangerschaft

4. Geburt und Schicksal - Vorbereitungen, religiöse Opfer und Astrologie

5. Die ersten Jahre

6. Liebe = Güte und Strenge

Strenge, die treibende Kraft - Prema, das Ziel

7. Die Entwicklung der Persönlichkeit C. G. Jung

8. Religiöse Erziehung - Das vedische Ideal

9. Gruppenerziehung - Erkennen und Heranbilden der individuellen Neigungen und Talente - Gurukula

10. Selbsterziehung


Vorwort

Die Texte der spirituellen Gruppe und Lebensgemeinschaft AUM dienen sowohl der Begleitung der laufenden Kurse alsauch als philosophische Grundlage der Gemeinschaft. Ziel der Kurse und der Gemeinschaft ist es, auf dem persönlichen Weg der Selbstverwirklichung durch das eigene Beispiel helfend zu wirken und die Leser und Kursteilnehmer zu inspirieren, tiefgehendere Fortschritte durch die aktive Teilnahme an den Aktivitäten der Gemeinschaft zu machen. Wir empfehlen hierzu die Lektüre unserer verschiedenen, kurz gefaßten Schriften sowie die Teilnahme an Einführungs-Abenden und den verschiedenen Kursen.


Einleitung

Die vorliegende Schrift will auf die hohe Bedeutsamkeit des richtigen Umgangs in der Erziehung und in sämtlichen zwischenmenschlichen Beziehungen aufmerksam machen. Alle großen Lehrer der Menschheit weisen uns auf diesen Punkt hin, Religionen ebenso wie humanistische und psychologisch-philosophische Lehrsysteme. Die zeitlose Aktualität und ganzheitliche Bedeutung dieses so grundlegenden Themas für alle Bereiche des Lebens hat uns inspiriert, dieses Thema nicht nur theoretisch, sondern vor allem im persönlichen Umgang mit Kindern und miteinander zu studieren, auszutauschen und zu gestalten.

Hierzu haben wir unsere Kindergruppe ins Leben gerufen, die uns all dies ermöglicht. Ebenfalls dient sie der Entlastung interessierter Eltern während der Zeit unserer Kurse und darüber hinaus, auch mal über mehrere Tage oder eine längere Zeit hinweg. Wir wollen damit zeigen, daß das grundlegende Verständnis aller religiösen und humanistischen Lehren in der praktischen Umsetzung des Verständnisses und der Verwirklichung liegt, und daß wir Menschen eine große Familie sind, die nur im täglichen Umsetzen dieser Wahrheit ihre Aufgabe erfüllt, auch wenn es anfänglich schwierig oder sogar unmöglich erscheint, diesem hohen Ideal gerecht werden zu können. Wir haben uns entschlossen, letzterer Denkweise ein Ende zu setzen und haben uns in diesem Bezug einem einzigen Ziel verschrieben, nämlich der fortwährenden Praxis dieser Erkenntnis.

Kinder werden geboren, manchmal mehr, manchmal weniger erwünscht, und wir müssen uns um ihr Wohl bemühen, ob wir wollen oder nicht. Und uns einzubilden, daß es erstmal damit getan ist, für Speise, Kleidung, Unterkunft, Krisenbeseitigung und Beschäftigung - sinnvoll oder nicht - zu sorgen, ohne uns ernsthafte Gedanken um die Notwendigkeit einer persönlichen, dem Wesen des Kindes gemäßen Erziehung zu machen, mit welchen Argumenten und Rechtfertigungen auch immer, ist nicht zu entschuldigen. Ebenso, wie das Kind nur einmal aus dem Fenster fällt, so wächst es auch nur einmal auf. Die kostbarste und ergiebigste Zeit der Kindheit und der Jugend, das hungrig-durstige Bestreben des Kindes nach Erkenntnis der Zusammenhänge dieser Welt und nach dem Entwickeln seiner innerern Fähigkeiten kann nur einmal genutzt - oder verschwendet - werden. Und letzterem, in der heutigen Gesellschaft leider vorwiegenderen Fall, durch gemeinsame Bemühungen entgegenzuwirken, möchten wir all unseren Lesern tief ans Herz legen. Wir müssen, früher oder später, verstehen, daß nichts in dieser Welt uns von dieser Pflicht der Menschlichkeit und der wahren Nächstenliebe befreien kann. Und solange wir dies nicht verstehen und verwirklichen, wird diese Aufgabe, Tag für Tag, und Leben für Leben, unser ewiger Lehrmeister bleiben. Jesus sagte hierzu in einfachsten Worten: “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.” Und weiter: “Liebe deine Feinde!”

Auf entstehende Fragen von Seiten der Leser gehen wir gerne ein. Wir empfehlen, zum tieferen, gesamtheitlichen Verständnis diese Themen im Gespräch und in der Praxis von uns angebotener Kurse zu studieren. Und jetzt wünschen wir viel Freude und Verwirklichung bei der Lektüre.


1. Das relative, bedingte Umfeld, Eltern - Gesellschaft - Kultur - Geschichte - Ehe

Jeder von uns gewinnt gewöhnlich früher oder später die Erkenntnis, daß unsere Eltern einen fast unabänderlichen Einfluß auf unser Leben ausgeübt haben, mit dem wir in der Regel nicht gänzlich zufrieden sind, dies sich aber im nachhinein kaum, und wenn, dann nur unter großem Aufwand und mit fast unlöslichen Schwierigkeiten verbunden, verändern läßt. An nächster Stelle tut der Einfluß der Gesellschaft und der Freunde das Weitere, um uns mit einer notwendigen, vorgefaßten Vorstellung von Freiheits-Denken und -Empfinden zu versehen, die wir erst einmal als natürlich und selbstgewollt, als “normal”, akzeptieren. Schließlich decken uns Kultur und Geschichte vollständig mit Vorstellungen und Überzeugungen, daß dies alles grundlegend seine Richtigkeit hat, ein.

Um nun dahin zu gelangen, all dies einmal grundsätzlich zu hinterfragen und unsere Gewohnheiten, unsere Denk- und Gefühls-Muster entsprechend unserer neu gewonnenen Erkenntnisse neu zu gestalten, müssen wir oft unbekannte Wege einschlagen, deren Ausgang ungewiß ist, und wobei es für längere Strecken auch ungewiß bleibt, ob wir je ausreichende Erkenntnisse erlangen werden, um die erkannten Fragwürdigkeiten und Unstimmigkeiten gänzlich beheben zu können und daraus resultierend die nötige Kraft gewinnen werden, die neu gewonnenen Erkenntnisse in die Tat umsetzen zu können.

Religionen, philosophische Gebäude, fremde Kulturen, wissenschaftliche Abhandlungen, psychologische Erkenntnisse, und immer wieder neue Personen mit neuen, individuellen Ansichten versuchen, uns auf unserer Suche das nötige Material in die Hände zu geben, und uns durch ihren persönlichen Rat zum gewünschten Ziel zu führen. Und wir erleben immer wieder die Enttäuschung, daß wir entweder ein Opfer unvollkommener oder unverwirklichter Lösungskonzepte werden, oder daß wir einfach nicht in der Lage sind, die uns gereichten Lösungen und Ratschläge zu verstehen oder in die Tat umzusetzen. Was tun?

An dieser Stelle möchten wir Euch, liebe Leser, auf das Werk von Carl Gustav Jung verweisen, das sich ausgiebig mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt und allgemeingültige Antworten auf wissenschaftlicher Ebene zu formulieren weiß. Desweiteren verweisen wir auf unsere weiteren Schriften, hauptsächlich auf unsere Schrift “Cakra-Arbeit” sowie die darauf aufbauenden Kurse, die auf diese Fragen praktische Antworten geben.

Zum Thema Ehe möchten wir auf unsere Schriften “Tantra und Meditation” und “Lebensgemeinschaft” sowie unsere Kurse hierzu verweisen.


2. Der Zeugungsakt - Das Bewußtsein zum Zeitpunkt der Zeugung - Religiöse Opferzeremonien

Auf der Grundlage unserer Schrift und unserer Kurse “Tantra und Meditation” aufbauend, ist folgendes ergänzend zu sagen:

Das Bewußtsein der Eltern zum Zeitpunkt der Zeugung ist für die Entwicklung des Kindes von grundlegendster Bedeutung. Krsna, Gott, spricht in der Bhagavad Gita: “Ich bin die Sexualität im Menschen, die sich im Einklang mit den religiösen Prinzipien befindet”. Wir sind Kinder der Ewigkeit, ohne Anfang und ohne Ende (Bhagavad Gita). Wir wandern von Körper zu Körper, ebenso wie man alte und abgetragene Kleider ablegt, um sich wieder neue anzulegen (Bhagavad Gita). Unser Bewußtsein ist zum Zeitpunkt des Todes in aller Regel erhöht, und in der körperlosen Phase zwischen dem Wechsel der Körper ist es in der Regel ebenso. Der Zeitpunkt der Zeugung wird in vollem Bewußtsein wahrgenommen, ebenso die Phase der Schwangerschaft. Erst bei der Geburt beginnen wir, unser Bewußtsein über diese Dinge schrittweise zu verlieren, bis wir mit etwa fünf Jahren dies alles vollständig vergessen haben, da wir sonst, wenn uns all diese Dinge bewußt bleiben, unsere Ziele nicht mehr wie gewünscht verfolgen können. Siehe hierzu unsere Schrift “Weisheit”, Kapitel 5. ‘Über die Zeit, Kala und Maya’, sowie das Buch “Das Leben nach dem Leben” von Thorwald Dethlefsen, erschienen als Goldmann-Taschenbuch, das dieses Thema ausführlich anhand von Reinkarnations-Beweisen durch die Hypnose-Therapie beschreibt. Eine großartige, zuhöchst empfehlenswerte Lektüre!

Ungelöste Beziehungskonflikte werden sich immer auf Kosten des Kindes manifestieren. In der Regel manifestieren sich offene oder unbewußte Zweifel später als die anfangs angezweifelten Schwachpunkte. Daher ist es von allergrößter Wichtigkeit zum höchsten Wohle aller Beteiligten, daß die Beziehung sich vor dem Zeitpunkt der Zeugung eine solch solide Grundlage erarbeitet hat, daß beide Beziehungs-Partner vollständig von ihrer ungeteilten Liebe zueinander und folglich auch zu zukünftigen Kindern überzeugt sind. Siehe hierzu unsere Schriften “Cakra-Arbeit” und “Tantra und Meditation”.

Zur Bestärkung dieses Punktes ist die Ehe ein Bestandteil jeder echten Religion und der meisten Landes-Gesetze der verschiedenen Länder der Welt und verlangt das Liebes- und Treue-Versprechen. Auch werden hierzu von verschiedenen Religionen Segnungs- und Opfer-Zeremonien abgehalten.


3. Die Schwangerschaft

Auf der Grundlage der Liebe und Treue nimmt die Schwangerschaft in der Regel einen erfreulichen Verlauf. Fehlt diese Grundlage, zeigt die Erfahrung, daß die Schwangerschaft sich zu einer Zeit der Torturen und inneren und äußeren Kämpfe formiert. Dies wirkt sich selbstverständlich ebenfalls auf intensivste Weise auf die Zukunft des Kindes aus.

Wie schon erwähnt, sind dem Kind die Zeugung, die Zeit der Schwangerschaft sowie die ersten fünf Jahre sehr bewußt. Das Kind, das eben noch ein erwachsener, reifer Mensch war, versteht jedes Wort, empfindet intuitiv, was die anderen fühlen und empfinden und reagiert psychisch darauf. Die Spuren, die diese Dinge im Kind hinterlassen, bilden später die Grundlage seines Charakters. Daher sollten Eltern sich unbedingt mit diesem Thema in all seinen Konsequenzen vertraut machen und durch Verwirklichung danach handeln. Aussagen wie “Hoffentlich wird es kein Mädchen”, “Hoffentlich werde ich (oder wirst du) nicht schwanger” etc. haben zutiefst verheerende Wirkungen auf die Zukunft des geistigen Zustands des Kindes. Das Thema “Abtreibung” versteht sich in diesem Zusammenhang von selbst.

Gesunde Ernährung, kein Drogenkonsum, Frieden, Ruhe, Tiefe, Schöngeistiges, erfreuliche Ereignisse und vor allem viel Verständnis, Zuneigung und Liebe sind vor allem in dieser Zeit für eine gesunde Entwicklung des Kindes und der liebevollen, harmonischen Beziehung der Familie zueinander unerläßlich. Siehe hierzu das Buch “Das Leben nach dem Leben” von Thorwald Dethlefsen im Goldmann Verlag.


4. Geburt und Schicksal - Vorbereitungen, religiöse Opfer und Astrologie

Das gemeinsame Vorbereiten auf die Geburt durch Konzentrations-, Meditations-, Atem- und Gymnastik-Übungen und schließlich das gemeinsame durchstehen der Geburts-Leiden ist ebenfalls zur Festigung der Beziehung in Liebe unerläßlich. Wir empfehlen hierzu das Beschäftigen mit ausgesuchter, geeigneter Fachliteratur, die den persönlichen Neigungen und Sympathien der Partner entspricht.

Eine Haus-Geburt unter der Betreuung entsprechender Fachkräfte ist in der Regel zu empfehlen, wenn es nicht zu große Schwierigkeiten mit sich bringt. Aber es sollte dem inneren Unbehagen, Sorgen und Zweifeln bei der Idee der Hausgeburt in der Regel zugunsten einer Entbindung im Krankenhaus nachgegeben werden, da diese Zweifel durch die starke Verbindung der Beteiligten, vor allem der Mutter-Kind-Beziehung, von intuitiver Natur sind und die Ängste sich in der Regel bewahrheiten werden. Nur wenn diese Ängste und Zweifel gänzlich in ihrer Gesamtheit abgebaut werden können, sollte man davon absehen. Und auch diese Überzeugung erlangen die Beteiligten am Ende durch intuitive Sicherheit und Bestätigung.

Angehörige einer echten Religion sollten die Opfer- und Tauf-Vorschriften einhalten. Dadurch erhalten sie und die Neugeborenen in aller Regel den prophezeihten Segen. Auch gibt das Wissen über die vorschriftsgemäße Ausführung dieser Handlungen später dem Kind größeren psychologischen, vor allem aber tatsächlichen, religiösen Halt und Segen.

Die Frage nach dem mitgebrachten Schicksal wird in allen echten, religiösen Schriften zufriedenstellend erörtert. Siehe hierzu unsere weiteren Schriften, haupsächlich die Schrift “Weisheit” u. a. Die echte Astrologie gibt hierzu ebenfalls tiefe Einblicke, die dem Verständnis der Eltern für die Entwicklung des Kindes, gleichzeitig natürlich für die eigene Entwicklung, eine große Hilfe sein werden. Auf einer hohen, spirituellen Stufe der Verwirklichung verliert die Astrologie jedoch mehr und mehr ihre Gültigkeit. Siehe hierzu “Autobiographie eines Yogi” von Paramahansa Yogananda, erschienen im O. W. Barth Verlag u. a.


5. Die ersten Jahre

In der Regel ist dem natürlichen Instinkt, der Intuition der Mutter, in den ersten Jahren zu vertrauen. Grundsätzlich muß das Kind stets fühlen, daß es immer geliebt wird, und daß alles zu seinem höchsten Wohle geschieht.

Die ersten fünf Jahre sollte das Kind keine Schläge oder ähnliche, ihm unverständliche Strafen erhalten, da es dies in keinster Weise seinem Bewußtsein entsprechend verarbeiten kann und dies für die charakterliche, psychische Prägung des Kindes schwerwiegende, geistige Folgen hat. Auch ist in den folgenden Jahren stets von solchen Handlungen abzusehen, gibt es doch stets eine bessere Methode, die bei genügend Wille zur besseren Handlungsweise, ein wenig Nachdenken, und bei Bedarf durch weisen Rat auch stets erkannt werden kann. Ausnahmen sind natürlich belehrende Schläge und Handlungen, die das Kind auf gleiche, selbst ausgeführte Handlungen und ihre Folgen aufmerksam macht. Zum Beispiel, wenn das Kind willentlich andere schlägt oder verletzt, Sachen zerstört etc.

Wenn das Kind allzugroße Störungen verursacht, um auf sich aufmerksam zu machen, sollte dies niemals allein mit Unterdrückung durch angemessene Strafen angegangen werden, sondern stets mit einer ausgiebigen Untersuchung der Ursache der Unzufriedenheit des Kindes, die in der Regel im falschen Verständnis und Umgang der Eltern zu finden ist. Siehe hierzu haupsächlich das Buch “Über die Entwicklung der Persönlichkeit” von C. G. Jung, erschienen im Walther-Verlag u. a.

Auch sollte das Kind niemals “kindisch” behandelt werden. Es versteht bereits alles, auch wenn man dies nicht wahrhaben will. Die Kinder verhalten sich nur so kindisch, weil es ihnen beigebracht wird; weil sie denken, man erwarte dies regelrecht von ihnen, und man würde ihnen ansonsten nicht mehr die nötige Aufmerksamkeit und Liebe schenken, auf die sie doch so sehr angewiesen sind.


6. Liebe = Güte und Strenge, Strenge, die treibende Kraft - Prema, das Ziel

Eines der grundlegendsten Mißverständnisse, das meistens vorherrscht, ist das falsche Verständnis vom Umgang mit den beiden Kräften, die der Manifestation unserer Zuneigung und unserer Abneigung sowie der Umsetzung unseres Willens, Dinge und Personen zu beeinflussen, dienen, nämlich den Kräften der Güte und der Strenge, die nur zwei Seiten der einen Münze, unserer Liebe, sind.

Der eine Fehler, wohl der entscheidendere, ist, daß wir Liebe und Güte gleichsetzen. Ob dies aus dem Mißverstehen der Aussage “Liebe deinen Nächsten wie dich Selbst - Liebe deine Feinde” (Jesus) herrührt, oder ob die Ursache unserer persönlichen, fälschlichen Zuneigung der Güte gegenüber, da sie fälschlich, bedingt durch unsere Erziehung, als angenehmer empfunden bzw. besser gedacht wird, entspringt, was das Mißverstehen der nächsten Aussage “Was du nicht willst, das man dir tu, das füge auch keinem anderen zu” (ebenfalls Jesus) zur Folge hat, Tatsache ist, daß es Güte ohne Strenge in dieser Welt nicht geben kann und auch nie gegeben hat. Allein um uns selbst, im eigenen Innern, zu entscheiden, bedarf es der Kraft der Strenge, um eine Entscheidung für das eine, und damit automatisch, zumindest für diesen Zeitpunkt, gegen das andere, zu treffen. Jedes Kind äußert seine Strenge durch die Klage, den Schrei, die Ablehnung etc. Ohne diese Kraft der Unterscheidung durch die Anwendung der Strenge würde sich nichts mehr bewegen können, gäbe es keine Richtung, kein Ziel, keine Unterscheidung, nichts in dieser Welt! Plus und Minus, Gut und Schlecht, richtig und falsch, alle Gegensätze, leben von der Kraft der Dualität, des einen entgegen dem anderen.

Wir können ferner beobachten, daß das Vorhaben - leider oft auch in esoterischen bzw. religiösen Kreisen zu finden - nur noch die Güte zu manifestieren, verheerende Folgen hat: Erwachsene und Kinder erscheinen uns künstlich, gezwungen, wie wenn sie eine Maske aufgesetzt hätten, immer lächelnd, immer gütig, mild und nett, zuvorkommend, hilfsbereit und selbstlos. Aber wenn einmal unverhofft eine Situation erscheint, die auch nicht mit den allermildesten Worten und Taten zu lösen ist, bricht ein wahrer Orkan der Strenge und des Zornes, der gesammelten, unterdrückten Abneigungen und Neigungen zu Dingen, die sie sich untersagt haben, aber trotzdem gerne tun oder haben würden, über uns herein. In der Regel sind diese Personen danach unfähig, ihre gewaltsamen Ausbrüche zu verstehen bzw. sich angemessen hierzu zu verhalten oder sich hierfür zu entschuldigen, und verschwinden, aus egoistischem Scham heraus, für längere Zeit aus unserem Blickfeld, um die Konfrontation zu diesem Ereignis zu meiden. Sie werden oft versuchen, wenn sie nochmals die Konfrontation mit den Beteiligten zu diesem Vorfall suchen müssen, diesen zu beschönigen, zu rechtfertigen oder sogar teilweise oder vollständig zu leugnen. Die Psychologie nennt dies die Kompensation, den nicht mehr zu beherrschenden, gewaltsamen Ausbruch der angestauten, unterdrückten, verneinten, ignorierten oder verleugneten Kräfte im eigenen Innern. Dieses Verhalten, das in unserer Gesellschaft nicht selten anzutreffen ist, führt, nach längerer Unfähigkeit bzw. Unwillen, den hier gemachten Fehler zu erkennen und zu beheben, zu den psychischen Symptomen wie Depression, Frustration, Trägheit, Ablenkung durch Drogensucht, und später zu Psychosen, Geistesgestörtheit, Schizophrenie, Kriminalität, Verrücktheit, Selbstmord etc.

Auch können wir beobachten, daß Menschen, die nur die eine Seite der Wahrheit, die Güte, manifestieren möchten, oft selbst nur einseitig, erfolglos, unwissend, ohne Bildung und Qualifikationen etc. sind und in der neuen Methode einen leicht zu erreichenden Erfolg erhoffen, da sie ihn anders nicht zu erzielen wissen.

Dies führt uns zu unserem zweiten Fehler, der unseren Egoismus als Ursache hat, und sich in der falschen Anwendung der Strenge manifestiert. Wir sind einfach zu faul, träge, unverantwortlich, geizig, neidisch, lustlos, gereizt, zu sehr mit den eigenen Wünschen beschäftigt etc. So entledigt man sich der Kinder durch geeignete Ablenkungs-Mittel, -Beschäftigungen oder -Techniken wie Spielen, Fernseher, Kinderbücher, Spielplatz, Garten, Straße, Essen, Süßigkeiten, Geschenke, Belohnungen, Bestrafungen, Freunde, Verwandte, Hort, Unterricht etc. Oder man entschuldigt sich: zuviel und zu harte Arbeit, keine Zeit, nicht genug Geld, wichtigere Tätigkeiten und Verantwortungen, wir werden uns später kümmern etc. Oder Ausflüchte und Rechtfertigungen wie: Kinder müssen ihre eigenen Erfahrungen machen, das Kind muß sich frei entfalten können, durch Antiautorität entwickelt sich mein Kind frei und selbstbewußt etc.

All dies ist keine Lösung. Wir schieben das Problem nur vor uns her, bzw. lassen es so immer nur größer werden, bis wir gezwungen werden, durch das Auflehnen der Kinder, ihren Streik und schließlich das unzufriedene Verlassen der Familie mit unterschiedlichsten Folgen wie schlechten Freunden, Kriminalität, Rumhängen, frühzeitige Partnerschaften mit frühzeitiger, verantwortungsloser Kinderzeugung, wieder sich trennen, abgebrochene Ausbildungen etc., unsere Fehler zu erkennen. Und auch dies ist nicht garantiert. Meist wird die Schuld für alles, wie immer schon, in äußeren Dingen und Faktoren, für die man natürlich nichts kann, gesucht.

Doch ist und bleibt die Strenge in dieser Welt immer die wichtigere, entscheidende Kraft, die Kraft der Differenzierung, der Analyse und Schlußfolgerung, der Erkenntnis, des Lernens, der disziplinierten Ausrichtung und des Willens, der sich durch all die Hindernisse seine Bahn schlägt. Und dies unseren Kindern zu enthalten, sie nicht von Kindheit an mit dem rechten Umgang dieser Kraft vertraut zu machen, nämlich wie man diese Kraft zum Wohle aller Beteiligten, und somit erst wirklich auch zum eigenen Wohle, einsetzt, und nicht, wie es die Regel ist, zum eigenen Wohl, ohne Rücksicht auf andere, koste es, was es wolle, ist nicht anders als ein Verbrechen zu bezeichnen, was ohne Zweifel seine Folgen haben wird.

Es ist keine Frage, daß in dieser Welt die Güte und die Strenge auf ewig zusammengehören, und daß der Güte sogar die lebensnotwendigere Aufgabe zukommt, wie es das Wasser für die Pflanze ist, doch ohne Pflege, ohne Schutz vor zerstörerischen Kräften, ohne die Festigkeit und Nährwerte des Bodens, in den die Pflanze ihre zarten Wurzeln bohren muß, um Halt und Nahrung zu finden, und ohne die sengenden Sonnenstrahlen, wie soll da je etwas gedeihen? Ohne die tägliche, ja zumindest “wöchentliche” Liebe in der Form der Güte und Zuneigung kann niemand überleben, und wenn er sich diese in Krisenzeiten aus seinem Gottesverständnis, aus der Bestätigung der Heiligen und Denker alter Zeiten oder allein aus der eigenen Vorstellung und Phantasie schöpft. Doch ändert dies nichts an der Grundlage unseres Aufenthaltes in dieser Welt: Wir haben Fehler gemacht, wir müssen dafür bezahlen, und um hier wieder rauszukommen, zurück in unsere ewige Heimat, die ewig glückselige, spirituelle Welt, in der die Dualität keine Wirkung mehr hat und in der es niemals ein Leid geben wird und auch nie gegeben hat, Vaikuntha, die ewige, spirituelle Welt ohne Angst und ohne Sorgen, in der es keinen Zweifel und keine Unwissenheit mehr gibt und auch nie gegeben hat, Sat, Chit, Ananda, müssen wir lernen, unsere Fehler zu erkennen und zu verwirklichen. Und dies ist nur möglich durch die Kraft der geläuterten Strenge und der geläuterten Güte, stets zum höchsten Wohle aller. Hier ist das richtige Verständnis der wahren Natur der reinen, geläuterten Liebe, erlangt: Sie ist Nächstenliebe und Feindesliebe, sie verzeiht und erzieht, sie tröstet und straft, sie fördert und weist hemmend zurecht, und sie dient stets dem höchsten Wohle aller, denn sie macht keine Unterschiede zwischen Gut und Böse, Güte und Strenge, weiß sie wohl, daß die Gegensätze in dieser Welt auf ewig zusammengehören und auch nur so ihre Aufgabe erfüllen können, den Menschen zur höchsten Erkenntnis zu führen, wenn er es wünscht, ebenso aber ihn zu umhüllen mit dem Schleier Mayas, dem Schleier seiner vergänglichen Wünsche, die er aus Unwissenheit von Leben zu Leben, von Körper zu Körper, in sich trägt. Doch Gott ist ewig die reine Liebe, und Er erfüllt uns jeden Wunsch, seit ewigen Zeiten.

Dies mag alles schön klingen, logisch, sachlich, nachvollziehbar, korrekt etc. Aber wie können wir dies alles richtig verstehen und umsetzen? Ist das überhaupt möglich? Gibt es hierzu einen Weg?

Ja, den gibt es. Es gibt sogar viele Wege. Doch erreichen sie alle schließlich den einen, großen Fluß der Liebe und Brüderlichkeit, des Teilens und Vergebens, um schließlich wieder im ewigen Ozean der reinen Liebe zu Gott, Prema, und der ewigen Glückseligkeit, Sat, Chit, Ananda, dem er auf mystische Weise entsprungen ist, zu münden. Oder wie es Goethe so wunderschön am Ende seines Faustes sagt:

Alles Vergängliche
Ist nur ein Gleichnis;
Das Unzulängliche,
Hier wirds Ereignis;
Das Unbeschreibliche,
Hier ist es getan;
Das Ewig-Weibliche
Zieht uns hinan.

Und hier unser Vorschlag: Laßt uns das Problem zusammen angehen! Und: Praktisch! Natürlich liegt die letztliche Lösung in der Erkenntnis und der Verwirklichung jedes Einzelnen, doch hierzu gehört ebenfalls der Wille und die Entscheidung, sich in der Gemeinschaft anderer helfen zu lassen, aus den eigenen Erfahrungen und den Erfahrungen der anderen zu lernen und ebenfalls seinen Beitrag hierzu zu leisten. Wir empfehlen Euch an dieser Stelle das Studium unserer weiteren Schriften, die dieses Thema in weiteren Zusammenhängen beleuchten: “Weisheit”, “Cakra-Arbeit”, “Tantra und Meditation” und “Lebensgemeinschaft”, sowie den Besuch unserer Einführungs-Abende und Kurse.


7. Die Entwicklung der Persönlichkeit - C. G. Jung

In brillianter Weise geht C. G. Jung - zu Recht als der wahre Vater der Esoterik- und New-Age-Bewegung bezeichnet, auf dessen tiefenpsychologischem Gerüst diese erst wachsen konnte - in seinem Werk “Über die Entwicklung der Persönlichkeit”, erschienen im Walther-Verlag, auf sämtliche grundlegenden Themen der Erziehung und der Selbstverwirklichung ein. Wir gehen in unseren Schriften von all dem dort Gesagten aus, und geben zu diesem Thema einfache, praktische Hinweise, die das Studium der Schriften C. G. Jungs u. ä. nicht voraussetzen. Für ein tieferes Verständnis dieser Themen ist ein eingehendes Studium dieser oder ähnlicher Werke allerdings zu empfehlen. Siehe hierzu auch unsere Schrift “Chakra-Arbeit”.

Die wohl wichtigste Erkenntnis der Jahrtausende sowie der neuen Psychologie ist, daß Kinder am Ende allein durch die Verwirklichung der Eltern erzogen werden. Wenn wir nicht das Vorbild von dem, was wir sagen, lehren und fordern, geben können, nimmt uns niemand ernst. Und wenn wir nur versuchen theoretische, gesellschaftskonforme oder diplomatisch motivierte bzw. als gut erachtete Vorbilder vorzuleben, ohne sie verwirklicht zu haben, fällt dies ebenfalls auf. Es erscheint unglaubwürdig. Kinder durchschauen das immer, ebenso wie Erwachsene, wenn wir nur zulassen, daß sie uns etwas näher kennenlernen. Vor allem erfassen Kinder noch die Dinge eher durch die Kraft der Intuition, die alle Dinge bis auf ihren Grund durchschaut und sich niemals irrt.

Und dazu kommt dann noch der gesellschaftliche Aspekt, der Einfluß, den die Gesellschaft und die Kultur auf uns alle ausübt, solange wir uns ihm nicht durch Erkenntnis besserer Methoden entziehen können. Siehe hierzu unsere Schrift “Lebensgemeinschaft”.


8. Religiöse Erziehung - Das vedische Ideal

Alle Kulturen der Erde besitzen eine oder mehrere Religionen, ob die Bürger daran glauben, durch Prüfung, Praktizieren und Verwirklichung davon wissen, oder nicht. Und alle Religionen der Welt enthalten detaillierte, erzieherische Anleitungen und Empfehlungen. Auch sind sie sich alle, wenn man sich die Mühe des Vergleichens nur einmal macht, verblüffend ähnlich. Die vedische Kultur, eines der ältesten und vollständigsten Religionssysteme der Welt, gibt uns in ihren Geschichtsschreibungen und Beispielen genaueste Anleitungen zu allen nur erdenklichen Problematiken des zwischenmenschlichen Lebens. Siehe hierzu unsere Schriften “Lebensgemeinschaft” und “Tantra und Meditation”, sowie Bücher wie das “Srimad Bhagavatam” von His Divine Grace A. C. Bhaktivedanta Srila Prabhupada, erschienen in The Bhaktivedanta Book Trust, das “Kamasutra, die indische Liebeskunst”, ungekürzte Ausgabe, erschienen als Taschenbuch im Knaur Verlag u. a.


9. Gruppenerziehung - Erkennen und Heranbilden der individuellen Neigungen und Talente - Gurukula

Unsere heutigen Schulen als eine Institution der Gruppenerziehung versagen in ihrer Pflicht und Aufgabe, die Schüler auf ihrem persönlichen, individuellen Weg gemäß ihren Fähigkeiten und Neigungen heranzubilden und zu führen, fast in allen Ländern der Welt. Schematisierte Bildungswege und unvollkommene Förderungsgesetze sind dafür verantwortlich, daß die Studierenden ihren Bildungsweg frustriert und enttäuscht abbrechen, Absolventen das Gelernte nicht zur Anwendung bringen, und die meisten, die ihren erlernten Beruf ausüben, bald entsetzt feststellen müssen, daß er nicht ihren wahren Neigungen und Fähigkeiten entspricht, die man nun entweder, wenn man noch die Kraft und die Möglichkeit dazu hat, durch die geeignete Ausbildung unter großen Mühen nachträglich entfalten kann, oder die man schließlich resigniert aufgeben muß, da die nötige Kraft und Inspiration der Jugend wiederholt dazu nötig wäre, um sie zur vollen Entfaltung zu bringen. Und die wenigen, die das Glück haben, durch die persönliche Anteilnahme und die nötige Fachkenntnis der Eltern oder anderer rarer Personen gemäß ihren wahren Neigungen und Fähigkeiten gebildet und gefördert zu werden, werden am Ende auch nicht so recht glücklich, da sie ihre Zufriedenheit mit niemandem teilen können, sehen sie doch die Mehrheit der Menschen sich auf Abgleisen und Irrwegen befinden, die sie ins Unglück und ins Verderben stürzen.

Hierzu hat die vedische Kultur das Varnasrama-Dharma-System vorgesehen. Dieses vollkommene Gesellschaftssystem hat die persönliche Führung der Kinder, von frühester Kindheit an - die Gurukula - durch den Guru oder Brahmana, den fachkundigen Lehrer, zur Grundlage, der es versteht, die Kinder gemäß ihren wahren Neigungen und Fähigkeiten didaktisch zu führen. Er erkennt all ihre Talente und führt sie zur vollen Blüte, wie es der Gärtner mit seinen Blumen und Gewächsen versteht. Siehe hierzu unsere Schrift “Lebensgemeinschaft”, die das Varnasrama-Dharma-System in seinem ganzen Umfang näher beschreibt.


10. Selbsterziehung

Doch am Ende bleibt uns nur das, was wir uns selbst von all dem Erlebten zu eigen machen, und das, worum wir uns selbst bemühen und was wir uns aneignen und verwirklichen, Bestandteil unserer Persönlichkeit. Und dafür leben wir schließlich in dieser Welt, wenn wir ihre Aufgabe wirklich erkennen und lösen wollen: um Altes durch Neues, Falsches durch Richtiges und Schlechteres durch Besseres einzutauschen, und dabei zu lernen, nicht das eine gegen das andere abzuwerten. So einfach dies klingt, so schwierig ist es am Ende doch, bis wir schließlich unsere Lektion gelernt haben und sich die Verhältnisse umkehren: das einst Unmögliche wird möglich, das Schwierigste wird zum Einfachsten, und die Tür öffnet sich für eine neue Ebene der Realität, die Ebene der Freude ohne das Leid, des Glücks ohne das Unglück, der Ewigkeit ohne die Vergänglichkeit. Und dies ist die ewige Realität, aus der wir uns nur, aus eigenem Willen heraus, herausbewegt haben, gegen den Rat Gottes, Krsnas, der uns seit ewigen Zeiten davon abrät, und der uns wieder, ohne die geringste Spur von Zorn oder ähnlichem, die Er auch nie besaß, mit Freude und Liebe empfängt, diesmal für alle Zeiten, denn wer einmal wieder zurückkehrt in die ewige, spirituelle Welt, unsere ewige Heimat, wird nie wieder in diese Welt der Vergänglichkeit, des Leids, der Krankheit und des Todes zurückkehren. Dies ist das Versprechen, das uns Krsna persönlich gibt (Bhagavad Gita). Siehe hierzu auch unsere Schrift “Weisheit”.




5. Lebensgemeinschaft

English translation coming soon by Arysoth

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Inhalt

Vorwort

Einleitung

1. Der Mensch als Gemeinschaftswesen

2. Spirituelle Gemeinschaften - Begründer früherer Zeiten - Gemeinschaften der heutigen Zeit

3. Der bewußt bewirkte Verfall der Gemeinschaften - Selbstisches Machtstreben als Ursache

4. Das Schicksal - Individuelles und kollektives Karma - Jenseits der ewigen Gegensätze dieser Welt

5. Prophezeihungen

6. Gründe und Möglichkeiten für den Wiederaufbau

7. Varnasrama Dharma - Das vedische Gesellschaftssystem

8. Die Ehe als Grundlage der Gesellschaft
Das Kama-Sutra - Entartung und Verfall der idealen Ehe - Wechsel- und Mehrfachbeziehungen - Perversionen

9. Erziehung - Kindererziehung - Bildung

10. Das höchste Ziel des Lebens - Krsna und Krsnaloka - Prema


Vorwort

Die Texte der spirituellen Gruppe und Lebensgemeinschaft AUM dienen sowohl der Begleitung der laufenden Kurse alsauch als philosophische Grundlage der Gemeinschaft. Ziel der Kurse und der Gemeinschaft ist es, auf dem persönlichen Weg der Selbstverwirklichung durch das eigene Beispiel helfend zu wirken und die Leser und Kursteilnehmer zu inspirieren, tiefgehendere Fortschritte durch die aktive Teilnahme an den Aktivitäten der Gemeinschaft zu machen. Wir empfehlen hierzu die Lektüre unserer verschiedenen, kurz gefaßten Schriften sowie die Teilnahme an Einführungs-Abenden und den verschiedenen Kursen.


Einleitung

Die vorliegende Schrift will versuchen, das von allen wahren Religionen der Welt gelehrte Grundprinzip der Gemeinschaft und des Zusammenlebens auf der Basis der ewigen Grundwerte der Religion aufzuzeigen, sowie ihre zeitlose Aktualität und ganzheitliche Bedeutung für alle Bereiche des Lebens zu belegen. Auf entstehende Fragen von Seiten der Leser gehen wir gerne ein. Wir empfehlen, zum tieferen, gesamtheitlichen Verständnis diese Themen im Gespräch und in der Praxis von uns angebotener Kurse zu studieren. Und jetzt wünschen wir viel Freude und Verwirklichung bei der Lektüre.


1. Der Mensch als Gemeinschaftswesen

Wir alle leben in Abhängigkeiten: Gott, die Schöpfung, Raum und Zeit, das uns umgebende Universum, die Elemente der Natur, die Naturkräfte und -Gesetze, die Lebewesen, das Schicksal, die Erziehung, unsere Fähigkeiten und Talente, Freunde und Feinde, Gesundheit, Ernährung, Kultur, Reife, Alter etc. - all dies sind Faktoren, die über unser Leben entscheiden, welchen Werdegang wir nehmen und wie es uns ergehen wird. Das Embrio ist von der Zeugung des Vaters und der Schwangerschaft und dem Leben der Mutter abhängig, das neugeborene Kind ist ohne Fürsorge nicht überlebensfähig, und ohne Erziehung und die ständige Auseinandersetzung mit der Gesellschaft, ihrer Kultur, ihrer Ethik und Moral wäre der Mensch nicht fähig, Beziehungen einzugehen, sich als Mitglied der Gemeinschaft zu integrieren und seine Aufgaben als Teil der Gesellschaft zu erfüllen.

Doch wie sieht unsere Gesellschaft heute konkret aus? Ländervereinigungen, Länder, Staaten, Bunde, Landkreise, Städte, Gemeinden, Parteien, Interessengemeinschaften, Berufsgenossenschaften, Lehranstalten, verschiedene Bildungswege, Firmen, Abteilungen, Clubs, öffentliche Anlagen, Geschäftsräume, Geschäftspartner, Wohnsiedlungen, Wohnhäuser, Familien, Ehegemeinschaften, Partnerschaften, Beziehungen, Freundschaften, Alleinstehende, Krankenhäuser, Anstalten, Kriminelle auf freiem Fuß, Gefängnisse, Behörden, Justiz, Kirchen und Glaubensgemeinschaften, Polizei, Armee und vieles mehr. Ein jeder findet hierin seinen Platz, mehr oder weniger gewollt, mehr oder weniger zur eigenen Zufriedenheit und zur Zufriedenheit anderer. Und es wird nach Bedarf, Möglichkeit und Interesse gewechselt.

Trotz all den vielen und bestimmt auch in vielerlei Hinsicht interessanten Möglichkeiten der persönlichen Entfaltung und Verwirklichung mag es dem einen oder anderen doch, seinem jeweiligen Verständnis oder Empfinden entsprechend, an einigen Grundelementen der Gesellschaft fehlen:

• mehr persönliche Anteilnahme
• mehr individuelle Unterstützung und Förderung
• eine mehr auf die individuellen Neigungen und Fähigkeiten des Einzelnen ausgerichtete Erziehung und Bildung
• ein mehr auf das Wohl und die wahren Bedürfnisse des Einzelnen ausgerichteter Sozialapparat
• mehr wahre Nächstenliebe und Mitleid
• grundlegendere Einigkeit unter den führenden Kräften
• sofortige, gegenseitige Hilfe und Problemlösung der Länder der Erde untereinader in Krisenfällen wie Hungersnot, Naturkatastrophen, Epidemien, Organisationsproblemen der Wirtschaft, Politik u. a. mit Resultaten wie Arbeitslosigkeit, Ausländerprobleme, Überbevölkerung, Streik, Aufstand, Krieg etc.
• sofortige, gemeinsame Lösungen zur Umweltverschmutzung und vieles mehr

In der Jugend ist die Freude und die Erwartung auf die Zukunft groß, dafür aber auch das Verständnis für die Zusammenhänge und die Tücken des Lebens geringer. Mit zunehmendem Alter setzt sich aber meist die einstige Begeisterung für das Neue mehr und mehr, die Erwartungen sinken, während das Verständnis für die globalen Zusammenhänge und Hintergründe wächst. Die Zeit wird knapp, und einstige Interessen und Meinungen verlagern sich auf andere Bereiche des Lebens, vielleicht mehr in Richtung “größerer materieller Genuss und Besitz”, vielleicht aber auch mehr in Richtung “wirkliche spirituelle Erleuchtung”. An dieser Stelle möchten wir auf diese Themen nicht näher eingehen. Siehe hierzu unsere Schriften “Weisheit” und “Tantra und Meditation”. Im Folgenden setzen wir die Kenntnis der dort beschriebenen allgemeinen, spirituellen Grundsätze voraus.

Wie wir gesehen haben, ist der Mensch, vorerst einmal allein schon aus materieller Sicht betrachtet, ein Gemeinschaftswesen. Ohne den ständigen Austausch von Dienstleistungen, Produkten, Gütern und Vereinbarungen verliert er seine Existenz-Grundlage in Form des Geldes und anderer Werte, die er als angemessene, zugeteilte bzw. vereinbarte Gegenleistung erhält. Und ohne die fortwährende Integration in die Gesellschaft verliert er seinen psychologischen Selbstwert für sich und für andere.

Sollte er nun aber aus Gründen der empfundenen, wie oben beschriebenen Mängel der Gesellschaft in den Konflikt geraten, die Gesellschaft in ihrer bestehenden Form kritisieren oder gar verbessern zu wollen bzw. dies sogar schon in die Tat umgesetzt zu haben, mit dem Resultat, auf erheblichen Widerstand, Unverständnis und das Abstreiten der persönlichen Verantwortung von Seiten der Gesellschaftsmitglieder gestoßen zu sein, und nun nach Auswegen zu suchen, eröffnen sich ihm folgende Möglichkeiten:

Er paßt sich wider Willen der Gesellschaft an und versucht, seinen Widerwillen durch geeignete Mittel wie positives Denken, autoge nes Training, hierzu empfohlene Meditations-Methoden, psychologi sche Behandlung, geeignete Entspannungsmethoden, Freizeitgestal tung u. ä. zu bekämpfen. Er leistet eigenen Widerstand durch Verweigerung der eigenen Dienstleistungen und entzieht sich der gesellschaftlichen Integra tion. Mögliche Umsetzungen sind: Vereinsamung, Drogenkonsum, Ob dachlosigkeit, Hungern, Streik und Selbstmord. Er sucht nach Gleichgesinnten und verbindet sich mit ihnen. Da er sich ungerecht behandelt fühlt, schlägt er mit gleicher Waffe zurück. Möglichkeiten hierzu sind: Ausnutzung der Schwach punkte des Sozialwesens, Nichteinhaltung von Vereinbarungen, Betrug, Diebstahl und Kriminalität. Er arbeitet an Plänen, wie er den Widerstand der Gesellschaft gegenüber den angestrebten Verbesserungsvorschlägen besser überwinden kann und versucht, seine ausgearbeiteten Pläne in die Tat umzusetzen. Er öffnet sich neuen Möglichkeiten, die ihm bisher unbekannt waren bzw. von der Gesellschaft als gefährlich, unwahr, falsch, imaginär, irreal, Aberglaube, verhängnisvoll, sündhaft und unwis senschaftlich propagiert wurden, wie: Magie, Religion, Spirituali tät, Esoterik, Spiritismus, Parapsychologie, Meditation u. a.

Wie es aus unseren weiteren Schriften, nämlich “Weisheit”, “Chakra-Arbeit”, “Tantra und Meditation” und “Kindererziehung” ersichtlich ist, sehen wir allein in der letzten der hier beschriebenen Möglichkeiten eine ernsthafte Lösung all der oben beschriebenen Mängel der Gesellschaft. Diese Meinung wird von allen wahrhaftigen Heiligen der verschiedenen Zeitalter und Kulturen bestätigt. Und auch hier zeigt sich die Notwendigkeit des gemeinschaftlichen Geistes, diesmal jedoch aus spiritueller Sicht: “Ein Geist für tausend Hände” (Goethe, Faust). Denn erst hier, durch echtes, spirituelles Verständnis und durch spirituelle Verwirklichung, können wir die Werte der wahren Nächstenliebe und des Mitleids verwirklicht sehen, wodurch auch all die anderen Mängel sich der Reihe nach in Tugenden verwandeln: individuelle, persönliche Anteilnahme, Unterstützung und Förderung, liebevolle Erziehung und vollendete Bildung, persönliche Hilfe in der Not, Einigkeit und tiefste Anteilnahme an der Not der Welt durch den persönlichen Einsatz aller nötigen Mittel. Und dazu kommen unter diesen, spirituellen, Voraussetzungen die mystischen Fähigkeiten der Wunderheilung, der Vorausschau, des ganzheitlichen Erfassens jeder Situation und ihrer Problematik und andere Wunderkräfte. Siehe hierzu auch unsere Schrift “Tantra und Meditation”, Kapitel 9. ‘Dhyana-Yoga, Meditation’.


2. Spirituelle Gemeinschaften

Begründer früherer Zeiten - Gemeinschaften der heutigen Zeit

Wie wir aus allen heiligen Schriften der Welt ersehen können, ist die Gemeinschaft, das Zusammenleben und -wirken auf der Basis der wahren, allen Religionen gemeinsamen Prinzipien die Grundlage und gleichermaßen die Quintessenz der verschiedenen, manchmal äußerlich sich scheinbar in manchen Punkten unterscheidenden Lehren. Alle Religionen sind aus dem Versammeln und dem gemeinschaftlichen Zusammenwirken ihrer Mitglieder entstanden, und haben nur durch die Kraft der Brüderlichkeit und Nächstenliebe in all den ihnen allen gemeinsamen Krisen-Perioden den Wandel der Zeiten überdauern können. Moses führte sein Volk aus Ägypten in das heilige Land Israel, Jesus Jünger gründeten das Christentum, Mohammeds Anhänger verteidigten sich und ihre Glaubensbrüder durch das Schwert, Buddha gründete heilige Klöster und Gemeinschaften, Krsna erbaute seinen Befolgern durch seine mystische Kraft eine ganze Insel, Rama regierte sein Volk als König nach den gesellschaftlichen Regeln des Varnasrama, Salomo herrschte als weiser König, und auch heute sehen wir viele religiöse Gruppen nach dem Vorbild ihrer Glaubens-Begründer sich wieder in Gemeinschaften versammeln.

Und doch werden wir oft entfremdet, wenn wir, ob aus Neugier oder bereits aus echtem Interesse, uns in solche Gemeinschaften begeben, in der Hoffnung, endlich die so lange vermißten Grundelemente der Gesellschaft wiederzuerleben. Wieder begegnen wir egoistischen Tendenzen der Gemeinschaftsmitglieder und -Anführer, Neid, Zorn, Ungerechtigkeit, Machtstreben, mangelnder, persönlicher Anteilnahme und vielem mehr.

Was nun? Ist es in dieser Welt doch nicht möglich, das wiederzufinden, was schon so lange in uns lebt? Waren unsere Sehnsüchte und Hoffnungen alle vergebens? Liegt es vielleicht nur an der Unreife der verschiedenen Gemeinschafts-Mitglieder? Oder stimmen die religiösen Grundsätze vielleicht nicht mehr? Sind sie vielleicht schon zu sehr veraltet oder durch die Zeit entstellt, ja vielleicht sogar mit Absicht verfälscht? Oder machen wir einfach etwas falsch? Liegt es vielleicht nur an unserer begrenzten Sicht, immer nur überall Fehler zu sehen, wo es doch zumindest hier vielleicht gar keine mehr sind? Was nun? Was tun?

All dies, aber ebensogut auch nicht, und noch einiges mehr. Wie ist das zu verstehen?


3. Der bewußt bewirkte Verfall der Gemeinschaften

Selbstisches Machtstreben als Ursache

Der Pharao ließ Moses und sein Volk mit seinem Heer verfolgen, Jesus wurde gekreuzigt, dann begannen die Christenverfolgungen, Mohammed und seine Anhänger mußten sich ständig durch das Schwert verteidigen, auf Krsna wurden vielfache Attentate ausgeübt, Rama wurde angegriffen, Sokrates wurde vergiftet, auf Buddha wurde ein Felsen geworfen etc. Wieso? Sie hatten doch alle nur Gutes im Sinn, und zwar alle gemeinsam nur das höchste Wohl aller! Moses spricht die zehn Gebote, Jesus verbreitet die Lehre der Nächstenliebe, ja der Feindesliebe und der Gewaltlosigkeit, ebenso tun es Buddha, Krsna, Mohammed und viele andere.

Sehen das die Verfolger anders? Ja, das tun Sie in der Tat. Denn all diese wahrhaft großen Heiligen dieser Welt stellen eine ebenso große Gefahr für die funktionierende Gesellschaft und die sie anführenden Mächte der Welt dar: Sie bewegen die braven und gefügigen Bürger, die bisher doch so gut funktionierenden kleinsten Bauteile der Gesellschaft, die Dienst darbringen, konsumieren, Steuerabgaben leisten, die Wehrmacht bilden bzw. unterstützen, die durch ihre Unwissenheit bei guter Laune sind und andere, vielleicht etwas kritischere Mitbürger dadurch ebenfalls bei Laune halten, indem sie sie glauben machen, daß doch alles in Ordnung sei und alles nur die richtige Einstellung erfordert etc., dazu, ihr Interesse am Konsum der Güter dieser Welt zu verlieren, die ausbeuterischen, selbstischen Gesetze der einzelnen Staaten und ihrer Führer zu durchschauen und sie nicht mehr anzuerkennen, Sie machen es ihnen bewußt, daß sie mit ihrem Staats- und Gesellschaftsdienst nur all die Missetaten ihrer Führer unterstützen und sich somit vor Gottes Gesetzen nur selbst schuldig machen, und vor allem geben Sie ihnen die Kraft, durch spirituelles Wissen und Verwirklichung sich von ihren schlechten Angewohnheiten zu lösen und schließlich allein dem Weg der Wahrheit, der Liebe und des Mitgefühls zu folgen, dem Weg, der uns allein zurück zu Gott, zu Krsna, zurück in die ewige, spirituelle Welt, Vaikuntha, unsere ursprüngliche und ewige Heimat, führt. Und Sie bewegen durch Ihre hohe, spirituelle Potenz ihrer Erleuchtung, Heiligkeit und Reinheit die Massen, wie es uns alle Beispiele der Geschichte bis zum heutigen Tage zeigen.

Und das fällt auf, ja das ist eine regelrechte Katastrophe, für all diejenigen, die mangels ihrer Verwirklichung nur den materiellen Aspekt dieses Massenwunders betrachten können. Und das macht Angst. Die Steuerabgaben sinken drastisch, die Wehrpflichtigen verweigern ihren Dienst, der Güterkonsum nimmt stark ab, und die gesellschaftlichen Dienststellen werden zu Hauf aufgegeben. Und das schlimmste von allem: Wenn die Staats- und Gesellschafts-Flucht mathematisch wie eine Parabel zunimmt, und der Grund hierzu offensichtlich, wie jedem Bürger mittlerweile aus nächster Erfahrung bekannt, diese Heiligen und ihre Lehren sind, die genau die gleichen “Anhänger-Zustroms”-Zahlen zu verzeichnen haben, wo wird das hinführen? Offensichtlich zu einer in kürzester Zeit zu erwartender Umkehrung der Realität und Gesellschaftsnormen, denn bald sind es mehr Anhänger der Heiligen, als es noch verbleibende Staatsbürger gibt, und das bedeutet ja wohl nichts anderes als, wie die Geschichte es so oft beschreibt (in diesem Falle eher die Geschichte des Ostens, hat der Westen doch diese Teile der Geschichte bewußt, aus Angst vor Wiederholungen dieser Art, eliminiert, bzw. als Mythos, Sage oder Fabel umgestaltet, womit er auch mit Erfolg mit der östlichen Weisheits-Geschichte begonnen hat), daß die Heiligen und ihre Anhänger in Kürze die Macht übernehmen werden, wenn man nicht noch rechtzeitig etwas dagegen unternimmt. Und dazu braucht man eine Antipropaganda, die Anti-Sekten-Aufhetzer-Armee, die mit der neuen Epidemie mächtig aufräumt. Massenmedien werden hierzu eingespannt, geeignetste Lügen werden kreiert und verbreitet, falsche Beweise werden propagiert etc., bis auch der letzte noch nicht infizierte Staatsbürger aufgerufen ist, seine Staatstreue und sein Staatsvertrauen (In die angehäuften Staatslügen) unter Beweis zu stellen, indem er seinen persönlichen Beitrag zur Bekämpfung der Massen-Epidemie beiträgt, was da heißt: Verurteilung durch Stimmenabgabe, Unterstützung der Antipropaganda, Feindesvernichtung durch geeignete Massenvernichtungsmittel, persönlicher Einsatz im Kampf gegen den Feind, Helfen beim Kreieren neuer, gefälschter Gegenbeweise mit allen Mitteln und vieles mehr.

Und nun? Wer sich auf der Seite des vom Verfall gezeichneten Staates hält, da er lieber vorsichtig oder zu unwissend, ja vielleicht auch nur zu sehr von der Anti-Propaganda der Jahrtausende geblendet ist, den Sachverhalt zu durchschauen und nach bestem Gewissen Stellung zu nehmen, für den ist erst einmal noch gesorgt. Alles läuft irgendwie weiter wie gewohnt, und wenn der Sturm vorüber geht, ist alles wieder beim Alten. Doch was, wenn die Gegenseite sich tatsächlich durchzusetzen vermag? Na, auch das ist einfach: dann tritt man eben einfach über. Man war Staatsbürger oder so-und-so-gläubig - das Regime oder die Philosophie der Gesellschaft hat sich geändert - man bleibt Staatsbürger oder wird eben so-und-so-andersgläubig. Einfach. Und niemand hat was dagegen. Ist denn nicht ständig die Rede von Veränderung? Mann ändert sich eben erst, wenn es sicherer geworden ist, sich zu ändern. Beim Alten zu bleiben ist nun gefährlicher. Und wer merkt das schon, wie man sich so durchschummelt? Wer kennt einen schon wirklich? Und wie viele wissen schon, was man wirklich denkt? Außerdem haben die anderen sich ja auch erst vor kurzem geändert. So lange ist das alles gar nicht her. Und überhaupt wird ja schließlich doch jeder Neu-Bekennende herzlich begrüßt, auch wenn er eigentlich schon etwas spät dran ist. Hauptsache erstmal wieder auf der sichereren Seite.

Und wer sich noch nicht entschieden hat? “Ich bin ja eigentlich auch für Besseres, aber ob sich das alles so bewahrheitet? Wir haben schon viel gehört, dann aber wenig davon gesehen! Was gut anfängt, muß nich gut enden. Und ‘Es ist nicht alles Gold, was glänzt’. Und was sie da alles erzählen, ob man das alles so glauben kann? Schön wär’s ja, aber laßt uns erst einmal sehen, wie das alles seinen Lauf nimmt” u.s.w., oder “Ich würde ja auch so gerne mit dabei sein. Wie inspiriert und enthusiastisch sie doch alle sind, wie von einer anderen Welt! Sie haben alle so etwas bestimmtes, wundervolles an sich. Ich weiß nicht, wie ich es nennen soll, vielleicht wirklich glücklich, verliebt. Sie haben so eine Sicherheit und Festigkeit, so eine wahnsinnige innere Überzeugung und Klarheit. Und wie diszipliniert sie sind, und friedlich, wohlwollend und immer hilfsbereit; immer achten sie mehr auf andere als auf sich selbst. Ich wäre auch so gern wie sie. Aber ich hab auch schon andere gesehen. Die gehören auch dazu, aber so wie die will ich nicht werden. Und was würden meine Freunde und Angehörigen sagen? Ach, was soll ich bloß machen, kann mir denn keiner helfen? Und was ich schon alles schlechtes über sie gehört habe. Was soll ich davon nur halten? Aber ich will auch nicht ewig in diesem Zustand verweilen. Irgendwie muß es hiermit doch auch mal weitergehen ...”

Oder man wagt es einfach, an irgend einem Punkt, aus irgend einem Gefühl heraus, welches auch immer. Mann will es jetzt erfahren. Jetzt oder nie! Und man macht mit. Einfach so. Der Rest wird sich zeigen. Oder: “Genau so hab ich auch schon immer gedacht. Ich kanns kaum glauben. Das hab ich immer schon gesucht. Wie schön, endlich angekommen zu sein. Daß ich dies noch erleben durfte. Mein Gott, ich danke Dir so sehr dafür. Vielen Dank. Ich liebe Dich so sehr. Bitte laß mich nie mehr ohne Dich sein, ohne Deine führende Hand, ohne das bewußte Erleben Deiner ewigen Gegenwart.”


4. Das Schicksal

Individuelles und kollektives Karma -Jenseits der ewigen Gegensätze dieser Welt

Wie alle heiligen Schriften der Welt uns erklären, gilt der ewige Grundsatz: “Was ihr sät, das werdet ihr ernten” (Jesus). Jeder ist ewiglich allein für jeden Augenblick seines Schicksals und der ihm widerfahrenden Ereignisse verantwortlich. Wir kreieren ständig durch unsere Taten unsere Zukunft, und die Taten unserer Vergangenheit gestalten uns unsere Gegenwart. Dieses Gesetz, das Gesetz von Ursache und Wirkung, wird im Sanskrit, der Sprache der vedischen Kultur, kurz Karma genannt. Siehe hierzu auch unsere Schrift “Weisheit”.

So ist auch das kollektive Karma oder Gruppen-Karma immer nur auf unsere eigenen Taten zurückzuführen: Staatssysteme, in denen wir aufwachsen, das Bildungswesen, das uns schult, die Religion unseres Landes, der uns umgebende Stand der Kulturen, aber auch Kriege, Naturkatastrophen, Massen-Unfälle etc., all diese Umstände haben wir uns ebenfalls einzig und allein selbst geschaffen, durch unsere Taten der Vergangenheit.

So wäre es schon allein aus diesem Grund falsch, die Schuld uns widerfahrender, unerwünschter Ereignisse im Äußeren oder in den anderen Menschen zu suchen. Doch gibt es einen noch weitaus wichtigeren Grund, uns nicht unsere “Feindbilder” aufzubauen (Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, liebe deine Feinde; Jesus), nämlich das Wissen um die ewige Zusammengehörigkeit der Gegensatzpaare in dieser Welt, und das Verständnis vom richtigen, der jeweiligen Situation entsprechenden, Umgang mit ihnen. “Töricht, wer urteilt über Gut und Böse, und wer keine Achtung hat vor dem, was anderen Achtung einflößt” (Laotse). Diese Themen möchten wir hier nur für den weiteren Zusammenhang dieser Schrift kurz erwähnen. Für ein tieferes Verständnis hierzu siehe unsere weiteren Schriften “Weisheit”, “Chakra-Arbeit”, “Tantra und Meditation” und “Kindererziehung”.

Schlußfolgernd (wir gehen an dieser Stelle davon aus, daß dieses Thema durch das Studium unserer weiteren Schriften für den weiteren Verlauf ganzheitlich verstanden wird, bzw. daß genügend spirituelle Vorkenntnisse vorhanden sind) wäre dazu zu sagen, daß es in keinster Weise darum geht, sich gegen irgend etwas in dieser Welt aufzulehnen bzw. zu wenden. Dies bedeutet natürlich gleichzeitig nicht, daß wir uns nun nicht mehr entscheiden müssen. Jede Entscheidung negiert ihr Gegenteil. Und sich nicht zu entscheiden ist auch schon eine Entscheidung, die wie jede andere ihre Wirkung auf unser Schicksal haben wird. Daher ist die richtige Haltung allen Situationen gegenüber, sich immer nur entsprechend dem höchsten Wohle aller zu entscheiden, und dies allein durch die Kraft der ewigen, reinen Liebe, die sich in der Regel durch die Form der Güte, des Mitgefühls und des Vergebens, in nötigen Situationen aber auch durch die Form der Strenge, manifestiert. Siehe hierzu unsere Schriften “Chakra-Arbeit” und “Kindererziehung”.


5. Prophezeihungen

Wie wir nun verstehen, ist es gar nicht entscheidend, ob wir gerade “Gutes” oder “Schlechtes” erleben, denn beides sind nur die zwei Seiten der ewig einen Münze, die uns auf unserem Pfad der Verwirklichung bzw. dem Pfad der materiellen Wünsche nach Genuss, Reichtum, Anerkennung, Macht etc. ständig voranführen. Und so können wir auch verstehen, wie die Propheten aller Zeiten uns gleichermaßen über glückbringende sowie unheilbringende Ereignisse berichten, ohne dazwischen wertend zu unterscheiden. Das Wissen über die Zukunft ist, wenn es sich in unserem Leben offenbaren sollte, ein ebenso wichtiger Bestandteil des Lebens, der uns persönliche Entscheidungen abverlangt, und sei es nur, dieses Wissen vorerst zu ignorieren, um dann später auf seinen Wahrheitsgehalt aufmerksam zu werden.

Die Prophetie ist für fortgeschrittene Spiritualisten eine ganz normale Tatsache, mit der sie, wie mit allen anderen Dingen, ganz natürlich umgehen. Sie erkennen zukünftige Zusammenhänge in ihrem Innern durch Intuition, Ahnungen, Träume und Visionen, oder im Äußeren durch Erscheinungen, besondere Ereignisse, Hinweise, Schicksalsschläge und Verhaltensmuster, sowie durch ganzheitliche Orakel-Systeme wie Astrologie, verschiedene Karten-Systeme, Tarot, I Ging, Runen, oder Hilfsmittel wie Tischrücken, Pendel, Wünschelruten, Energiefelder etc.

Alle heiligen Schriften der Welt berichten uns davon. Gott spricht zu Kain, Noah, Abraham, Moses u. a., Engel erscheinen Lot, Abraham, Moses, Jesus, Mohammed etc., Arjuna, Moses u. a. haben Erscheinungen, Jakob, Pharaonen, Joseph u. a. haben prophetische Träume, die Geburt aller großen Heiligen wie Moses, Jesus, Buddha, Krsna, Rama etc. wurde vorhergesagt, ebenfalls ihr Lebensweg und ihre Taten und vieles mehr. Ebenso existieren Vorhersagen für alle Zeiten der Erde und ihre entscheidenden Ereignisse wie Machtwechsel, Erblühen und Verfall der Kulturen, Naturkatastrophen und Kriege und vieles mehr. Beispiele hierfür geben uns die heiligen Schriften oder Personen wie Johannes der Täufer, Johannes, der Jünger Jesu, Nostradamus und viele andere. Solche und ähnliche Berichte haben kein Ende. Und jeder kann sich selbst von der Wahrheit solcher Berichte und Möglichkeiten überzeugen, indem er die Berichte mit den Tatsachen der Geschichte vergleicht oder die verschiedenen Möglichkeiten an seinem eigenen Beispiel ausprobiert. Das vielleicht beeindruckendste Experiment hierzu ist wohl die Auswertung des eigenen Horoskops mit Vergangenheits- und Zukunfts-Schau durch einen guten Astrologen oder durch ein entsprechendes Eigen-Studium und Praktizieren guter Bücher zu diesem Thema.

Uns ist es an dieser Stelle wichtig, den engen Zusammenhang und den tiefen Sinn aller Geschehnisse aufzuzeigen und darauf aufmerksam zu machen, daß diese Elemente der Gesellschaft, die leider, aus oben bereits erwähnten Gründen, immer wieder, von Zeit zu Zeit, als Aberglaube von den Bildungsstätten der Welt verbannt werden, ein unerläßlicher Bestandteil jeder wahrhaft religiösen Gemeinschaft sind und ihre tägliche, alles umfassende Anwendung in allen Bereichen des Lebens finden.


6. Gründe und Möglichkeiten des Wiederaufbaus

Viele religiöse Gemeinschaften der großen Heiligen Lehrer unserer Welt sind leider durch das ständige Einwirken ihrer Widersacher, zum Teil auf das Lehrgebäude, die heiligen Schriften, zum Teil auf die organisatorischen Prinzipien der Glaubens-Gemeinschaft, alsauch durch das Einwirken der inneren Feinde des Menschen wie Lust, Zorn, Gier, Machtstreben, Neid etc. durch ihre unreifen Glaubensanhänger zu Schaden gekommen. Das Glaubenssystem wird entstellt, Fehlinterpretationen und Mißbrauch der Texte sind an der Tagesordnung, und unverwirklichte, hochgestochene Ansprachen sollen die Fehler der Prediger verdecken.

Doch, wer sucht, der findet. Man lernt, die Spreu vom Weizen zu trennen, und entdeckt vereinzelt die raren Mitglieder oder Gemeinschaften, die aus hoher Verwirklichung zum höchsten Wohle der Menschheit tätig sind.

Wenn wir uns mit aufrichtigem Herzen auf den Weg machen, Gott, Krsna, wiederzufinden, werden wir auf diesem Weg rasche Fortschritte machen. Wir erkennen mehr und mehr, wie Krsna uns persönlich dabei hilft, durch unsere immer mehr erwachende Intuition, innere Freude, entscheidende Ereignisse im Leben, tiefe, innere Verwirklichungen und vieles mehr. Und nach einem gewissen Grad der inneren Reife entwickeln wir das immer tiefere Bedürfnis, auch anderen auf ihrer Suche zu helfen, größere Fortschritte zu machen bzw. ihnen zu helfen, ein tieferes Verständnis für Gott und den Sinn ihres persönlichen Lebens zu entwickeln.

Und dies ist der Punkt, an dem wir die Notwendigkeit des Gemeinschaftslebens erkennen. Dadurch, daß wir anderen aufrichtig helfen wollen und durch die eigenen Verwirklichungen auch dazu in der Lage sind, entwickelt sich von beiden Seiten das natürliche Bedürfnis, mehr Zeit miteinander zu verbringen und sich gegenseitig in allen Dingen zu helfen, ja die Liebe im Herzen steigt von Tag zu Tag mehr und mehr an, sodaß bald kein Sinn mehr darin besteht, nicht auch, wie in jeder intakten Familie und liebevollen Beziehung, den gesamten Lebensraum zusammen zu gestalten, um sich so noch näher sein zu können. Dieses Bedürfnis erwächst aus Liebe und Vertrauen und darf niemals forciert werden. Es geschieht ganz von alleine. Dazu bedarf es keiner äußeren Umstände oder besonderer Maßnahmen.

Jeden von uns, der sich auf dem spirituellen Weg befindet, wird dieses Thema ab einer bestimmten Stufe des Fortschritts berühren, und jeder hat da seinen ganz individuellen Weg, der ihm aus der Liebe seines Herzens gewiesen wird. Auch wenn sie ihn durch anfängliche Enttäuschungen und Fehlschläge leitet, ist es doch immer der richtige Weg, der uns allein zu unserer höchsten Verwirklichung führen kann. Alle Glaubens-Gemeinschaften der Welt können uns weiterbringen, wenn unser Herz uns zu ihnen führt. Doch ohne die Liebe können wir keine Fortschritte machen, denn die Liebe allein ist das Ziel, der Weg und die Kraft, und Gott ist die Liebe. Durch unsere Liebe erblühen die bisher für verfallenen gehaltenen Glaubens-Systeme wieder zu vollem Leben, und neue Glaubens-Gemeinschaften versammeln sich wieder um die für veraltet geglaubte Lehre, wie die Bienen im Frühling um die frisch erblühenden Blüten. Und wir erkennen wieder, Schritt für Schritt, die inneren Zusammenhänge und Werte aller Religionen, wie sie auch von ihren großen Meistern erkannt und gelehrt wurden.

Und nun wollen wir uns dem ältesten, vorbildhaftesten aller religiösen Systeme, dem allen altindischen, heiligen Schriften der vedischen Kultur zugrundeliegenden Varnasrama Dharma, zuwenden.


7. Varnasrama Dharma

Das vedische Gesellschaftssystem

Alle Berichte der ältesten Kultur Indiens, der vedischen Kultur, basieren auf dem Varnasrama Dharma.

Varna bezieht sich auf die vier Gesellschaftsschichten:

1. Die Brahmanas: die Schriftgelehrten Weisen und Lehrer der Gesellschaft
2. Die Ksatriyas: die Könige und Führer der Gesellschaft, der Verteidigungsapparat und die Polizei. Sie sind ebenfalls Lehrer der Gesell schaft auf ihren Gebieten
3. Die Vaisyas: die handeltreibende Schicht, Landwirte und Groß-Grundbesitzer
4. Die Sudras: die Diener der anderen Gesellschaftsschichten, die Arbeiterklasse

Und Asrama bezieht sich auf die vier Lebensstände:

1. Brahmacarya: Die Schüler und Studenten
2. Grhastha: Der Ehestand
3. Vanaprastha: Der Lebensstand der schrittweisen Loslösung von der materiell orientierten Beschäftigung mit der Welt
4. Sannyasa: Der Lebensstand der vollkommenen Entsagung von den materiellen Zielen dieser Welt, die reine Ausrichtung auf ein gott zentriertes Leben, Dharma bezeichnet die Ausrichtung des Lebens auf die religiösen Prinzipien der Welt.

Den verschiedenen Gesellschafts-Mitgliedern, den verschiedenen Vertretern der Varnas, werden unterschiedliche Aufgaben, Eigenschaften, politische Systeme sowie unterschiedliche Körperentsprechungen zuge-wiesen, wie sie auch in der Bhagavad Gita, dem heiligen Buch der Hindus, beschrieben werden, die wir im Folgenden in ihren Grundzügen darstellen:


Varna
Aufgaben
Eigenschaften

Politisches System/ Körperentsprechung

Brahmana
Hüter spirituellen Wissens, spiritueller und materieller Lehrer der Gesellschaft, Kenntnisse der Opfer Zeremonien, Heilung und Prophetie, Medienprogramme
Friedfertigkeit, Selbstbeherrschung,Entsagung, Rein-heit, Duldsamkeit, Ehrlichkeit, Wissen, Weisheit, Religiosität

Anarchie / Kopf

Ksatriya Regierung, Verteidigung und Verwaltung des Staates, Lehrer Heldenmut, Machtstreben, Entschlossenheit, Geschicklichkeit, Mut in der Schlacht, Gro&szügigkeit, Führungskunst

Monarchie / Arme

Vaisya Landwirtschaft und Handel, Versorgung der anderen Schichten

Streben nach Reichtum und Wohlstand

Kapitalismus/ Bauch, Magen

Sudra Dienstleistungen al-ler Art, Künstler,Sportler etc.

Streben nach Ruhm, Verehrung, Ansehen und materiellem Genuß

Kommunismus/ Beine


Wie wir es in den vedischen Schriften erfahren, sind die verschiedenen Gesellschaftsschichten, wie oben abgebildet, einander untergeordnet. Die Brahmanas, der weise “Kopf” der Gesellschaft, sind die Lehrer und Berater der unteren Schichten. Sie geben den Kindern schon in frühen Jahren persönliche Führung, gemäß ihren Fähigkeiten und Neigungen, und teilen ihnen demgemäß ihre wesensgemäße Gesellschaftsschicht zu. Vor allem beraten sie die Ksatriyas, die schützenden “Arme” der Gesellschaft, die herrschende Schicht, die sich dem weisen Rat der Brahmanas in allen wichtigen Staats-Entscheidungen natürlicherweise unterordnen. Die Ksatriyas herrschen über die unteren Schichten und sorgen dafür, daß die Gesetze des Staates eingehalten werden. Die Vaisyas, der alle Gesellschafts-Mitglieder versorgende “Magen” der Gesellschaft, sind die Arbeitgeber der Sudras. Auch versorgen sie die oberen Schichten mit allen Notwendigkeiten, mit dem Unterschied, daß sie sich ihnen trotzdem unterordnen. Und die Sudras, die tragenden “Beine” der gesamten Gesellschaft, führen alle möglichen Dienste für alle Schichten der Gesellschaft aus.

Auch ist das den verschiedenen Gesellschaftsschichten zugeordnete politische System von großer Bedeutung, da jede Gesellschaftsschicht unterschiedliche Bedürfnisse hat, denen man nur auf diese Weise gerecht werden kann. Noch wichtiger aber ist ihr harmonisches Zusammenwirken und ihre natürliche, gegenseitige Akzeptanz und Toleranz, die nur durch eine weise Staatsführung gewährleistet werden kann.

Leider besitzen die heutigen Führer unserer Erde kein fundiertes Wissen in diesen Bereichen, was die uns allen bekannten, verheerenden Folgen hat. Die verschiedenen politischen Systeme der Erde sind im ständigen Kampf gegeneinander beschäftigt, und jedes System, welches ausschließlich auf alle Bürger des Landes Anwendung findet, hat zur Folge, niemals den natürlichen Bedürfnissen aller Bürger gerecht werden zu können, und zwingt sie somit früher oder später zur Rebellion, die im Erfolgsfalle zwar eine der siegenden Gesellschaftsschicht entsprechende Staatsform zur Folge hat, welche nun wieder auf alle Bürger des Staates Anwendung findet, was wiederum zur Rebellion führt etc. Ein ewiger Teufelskreis, solange er nicht an seinen Ursprüngen aufgedeckt und korrigiert wird. Siehe hierzu auch unsere Schrift “Kindererziehung” sowie das Buch “Varnasrama-Manifest der sozialen Vernunft” von Harikesa Swami in The Bhaktivedanta Book Trust.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, in all diesen Bereichen Aufklärungs-Arbeit zu leisten, sowie durch unser persönliches Beispiel und unseren persönlichen Einsatz unser bestmöglichstes zu geben, um der Menschheit, so gut es eben geht, auf ihrem Weg zu den höchsten Erkenntnissen helfend beiseite zu stehen. Und all den Gefahren, die dieser Entschluß natürlicherweise mit sich bringt, wollen wir mit großem Enthusiasmus entgegensehen, ist doch jede Situation unseres Lebens nur zu einem einzigen Zweck gestellt, nämlich unsere noch nötigen Erkenntnisse zu gewinnen, die uns auf dem schnellsten Weg wieder zurück zu Gott, zurück in die ewige spirituelle Welt, Vaikuntha oder Krsnaloka, führen. Denn es gilt für alle Zeit: “Wer sucht, der findet. Und wer anklopft, dem wird aufgetan” (Jesus).


8. Die Ehe als Grundlage der Gesellschaft

Das Kama-Sutra - Entartung und Verfall der idealen Ehe - Wechsel- und Mehrfachbeziehungen - Perversionen

Die Ehe oder Partnerschaften sind in allen Gesellschafts-Systemen der Erde das grundlegende, kleinste Glied, auf dem sich der Staat aufbaut. Das Kama-Sutra, die ganzheitliche vedische Schrift zum Thema “Beziehungen zwischen den Geschlechtern”, behandelt alle hierzu betreffenden Themenkomplexe in meisterhafter Weise. Allgemeines, höchste Qualifikations-Beschreibungen der Partner, Möglichkeiten der ersten Bekanntschaft, das Unterscheiden der rechten Partner-Wahl, Annäherungsweisen, der Akt in all seinen physischen und psychischen Formen, Perversionen, Grundsätze der idealen Ehe, Mehrfachbeziehungen, Problem-Analysen auf allen Bereichen und die dazugehörenden Lösungen, Kuppelei, Prostitution, Intensivierungs- und Stabilisierungs-Techniken des Lustempfindens, sämtliche psychologischen Feinheiten über die unterschiedlichen Neigungen der verschiedenen Geschlechter und vieles mehr wird ausführlich zum direkten, praktischen Verständnis beschrieben. Siehe hiezu unsere Schrift “Tantra und Meditation” sowie vor allem das Taschenbuch “Kamasutra, Die indische Liebeskunst”, ungekürzte Ausgabe, erschienen im Knaur Verlag.

Partnerschaften werden heute nicht mehr ernst genommen. Beziehungen werden oberflächlich und sporadisch eingegangen. In Problemfällen weiß niemand, was zu tun ist. Man kümmert sich auch nicht mehr sonderlich um Lösungen und Rat. Es wird einfach gewechselt, wieder und wieder. Der Partner ist schuld. Und wenn die so entstandenen Psychosen langsam überhandnehmen, wird eben mal eine kurze Beziehungs-Pause eingelegt. Und dann geht es wieder von vorne los.

Nach dem Überschreiten einer gewissen Toleranz- und Erschöpfungs-Grenze stellen die gewohnten Möglichkeiten nicht mehr zufrieden. Perverse Neigungen sollen für Aufmunterung und neue Inspiration sorgen. Nicht die wahren, psychischen Probleme werden anerkannt und beseitigt, sondern die Reiz-Objekte werden ausgetauscht. Und immer noch ist der Partner an allem Schuld. Bis hin zum Sexualmord. Und all dies begann unter dem Namen der “Liebe”...


9. Erziehung

Kindererziehung - Bildung

Der wichtigste Beitrag zum Wohle der Welt ist unsere Form, zu erziehen. “Was ihr sät, das werdet ihr ernten” (Jesus). Die Bildung, die wir erhalten haben, hat aus uns gemacht, was wir sind. Und sei es vorwiegend auch die Selbst-Bildung auf autodidaktischem Wege oder das Lernen aus Erfahrungen - all dies hängt allein davon ab, welchen Bewußtseinszustand unsere Gesellschaft hat, in der wir unsere Erfahrungen machen, welche Bücher wir erwerben können, welche Lehrer wir finden können, und welche die allgemeinen, von der Gesellschaft anerkannten Lehrmittel sind.

Und alles fängt bei den Kindern an. Jedes Wort, jedes Gefühl und jede Tat der Eltern und der Gesellschaft wirkt auf das Kind, von der Zeugung bis zum Tod, und darüber hinaus. Hier möchten wir auf unsere Schrift Kindererziehung verweisen, sowie die Lektüre von Büchern wie "Über die Entwicklung der Persönlichkeit” von C. G. Jung, erschienen im Walter-Verlag, oder “Das Leben nach dem Leben” von Thorwald Dethlefsen, erschienen im Goldmann Verlag u. a.


10. Das höchste Ziel des Lebens

Krsna und Krsnaloka - Prema

Doch schließlich stellt uns all das Gesagte nicht wirklich zufrieden, so sehr es uns auch überzeugen mag. Am besten wäre es doch, wir könnten zaubern. Und was würden wir uns dann wünschen? Wenn wir ganz ehrlich sind, wünschen wir uns immer nur das Eine: ewiges Glück im ewigen Reich der Glückseligkeit, in der idealen Welt Gottes, Krsnas, in dem es kein Leid mehr gibt, ja in dem es so etwas nie gegeben hat. Dies ist, wenn wir genau hinschauen, schon immer unser einzig wahrer Wunsch, denn Krsnaloka, die ewige, unbegrenzte, spirituelle Welt der ewig ansteigenden, höchsten Freude, Ananda, ist unsere ewige Heimat, unser Ursprung und unser Ziel, die wir nur auf kurze Zeit verlassen haben, denn was sind schon ein paar Jahre, ja ein paar Leben im Verhältnis zur Ewigkeit, in der wir immer schon zu Hause waren. Wir möchten all unsere Leser hierzu inspirieren, diesen wundervollen Weg, den höchsten Weg, den wir in dieser Welt gehen können, gemeinsam mit uns anzutreten, um so, in der reinen Liebe zu allem Existierenden, Prema, der Liebe zu Krsna, wieder das höchste Ziel des Lebens, Krsna, zu erreichen. Denn Krsna ist der ewig manifestierte Quell aller Liebe und Freude.




6. Kurszettel

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Die Kurszettel sind für die Verwirklichung des gesamten 5-teigen Aum Kurses unerläßlich und werden auf Anfrage verschickt. Eine Veröffentlichung an dieser Stelle wird derzeit diskutiert und ist prinzipiell demnächst geplant - leider aber noch nicht endgültig entschieden. Wir bitten um Verständnis und Geduld ♡♡♡

Bestellung der Kurszettel bitte unter:

mail@terasof.com

Viel Erfolg beim Studium!




7. Literaturverzeichnis

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Kryon - Das Zeiten Ende (ISBN 3-933075-01-7), Denke nicht wie ein Mensch (ISBN 3-933075-02-5), Alchemie des menschlichen Geistes (ISBN 3-933075-03-3), Gemeinsam mit Gott (ISBN 3-933075-05-X), Briefe von Zuhause (ISBN 3-933075-07-6), Über die Schwelle (ISBN 3-933075-06-8)

Ramtha - Ich bin Ramtha, In der Tat Verlag

Plejadisches Kursbuch, Barbara Handclow (ISBN 3-442-13288-x), Goldmann Verlag

Friedrich Heiler, Die Religionen der Menschheit, Reclam

Gerhard T. Schindler, Wegweiser Esoterik, Knaur

DIE BIBEL, Einheitsübersetzung, Altes und Neues Testament, Herder

DER KORAN, übersetzt von Max Henning, Reclam

Laotse, Tao-Te-King, Rudolf Backofen, Drei Eichen Verlag München

I Ging, Das Buch der Wandlungen, hrsg. von Richard Wilhelm, Diederichs

Buddhas Lehren und Die 24 Schüler Buddhas

Zen-Buddhistische Lehren

BHAGAVAD-GITA, WIE SIE IST, His Divine Grace A. C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada, The Bhaktivedanta Book Trust

SRIMAD BHAGAVATAM, His Divine Grace A. C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada, The Bhakti- vedanta Book Trust

CAITANYA CARITAMRTA, His Divine Grace A. C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada, The Bhakti- vedanta Book Trust

VARNASRAMA MANIFEST DER SOZIALEN VERNUNFT, Harikesa Swami, The Bhaktivedanta Book Trust

Kamasutra, Die indische Liebeskunst, ungekürzte Ausgabe, Knaur

Paramahansa Yogananda, Gesammelte Werke, Verlag Self-Realization Fellowship, California, USA (teilweise leider nur in englischer Sprache erhältlich)

Paramahansa Yogananda, Autobiographie eines Yogi, O. W. Barth

Paramahansa Yogananda, Die ewige Suche des Menschen, O. W. Barth

Paramahansa Yogananda, Wo Licht ist, O. W. Barth

Paramahansa Yogananda, Worte des Meisters, O. W. Barth

Paramahansa Yogananda, Religion als Wissenschaft, O. W. Barth

Paramahansa Yogananda, Flüstern aus der Ewigkeit, Perlinger-Verlag

Dr. E. Bordeaux Székely: Die Essener-Schriften, Bruno Martin Verlag

Sigmund Freud, VORLESUNGEN ZUR EINFÜHRUNG IN DIE PSYCHOANALYSE, Fischer

Sigmund Freud, TRAUMDEUTUNG, Fischer

Jolande Jacobi, Die Psychologie von C. G. Jung, Eine Einführung in das Gesamtwerk, Fischer

C. G. Jung, Gesammelte Werke, Walter-Verlag, C. G. Jung, Psychologische Typen, Gesammelte Werke Band 6, Walter-Verlag

C. G. Jung, Die Archetypen und das kollektive Unbewußte, Gesammelte Werke Band 9/I, Walter-Verlag

C. G. Jung, Über die Entwicklung der Persönlichkeit, Gesammelte Werke Band 17, Walter- Verlag

Aniela Jaffé, Erinnerungen, Träume, Gedanken von C. G. Jung, Walter-Verlag

Thorwald Dethlefsen, Das Leben nach dem Leben, Goldmann

Thorwald Dethlefsen, Das Erlebnis der Wiedergeburt, Goldmann

Thorwald Dethlefsen, Rüdiger Dahlke, Krankheit als Weg, Goldmann

Elisabeth Haich, Einweihung, Drei Eichen Verlag

Elisabeth Haich, TAROT, Die zweiundzwanzig Bewußtseinsstufen des Menschen, Drei Eichen Verlag

Elisabeth Haich, Sexuelle Kraft und Yoga, Drei Eichen Verlag

Arthur Edward Waite, Der Bilderschlüssel zum TAROT, Urania Verlags AG RIDER WAITE“ TAROT, AGMüller Spielkartenfabrik

Shirley MacLaine, Zwischenleben, Goldmann

Karen M. Hamaker-Zondag: Astrologische Deutung, Band 1, Elemente und Kreuze, Die Typen lehre C. G. Jungs in der Astrologie

Karen M. Hamaker-Zondag: Astrologische Deutung, Band 2, Deutung der Planeten, Wesen und Wirken der planetarischen Kräfte in Elementen, Zeichen und Kreuzen


Wir empfehlen weiter das Lesen guter Literatur und Schauspiele:

Werke von Platon, Dante, Shakespeare, Goethe u.s.w.


Auch empfehlen wir das Hören guter Werke wie:

Werke der gesamten Klassik-Literatur:

Gregorianik, Hildegard von Bingen, Josquin Desprez, Palestrina, Händel, Bach, Vivaldi, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Chopin, Liszt, Berlioz, Schumann, Wagner, Bruck ner, Brahms, Tschaikowsky, Dvorak, Grieg, Bizet, Verdi, Puccini, Mahler u. a.


Werke der leichteren Musik:

Westside Story, My Fair Lady, Jesus Christ Superstar u. a.


Rock, Pop etc.:

Beatles, Supertramp, Genesis, Stevie Wonder, Michael Jackson, Sting, Brian Eno u. a.


New Age:

Stephan Micus, Vangelis, Georg Deuter, Kitaro, Oliver Shanti & Friends, Andreas Vollenweider u. a.


Religiöse Musik:

Indisch-hinduistisch, buddhistisch, Zen-buddhistisch, japanisch, chinesisch u. a.


Sowie Gute Filme:

Das alte Testament, Die zehn Gebote, Jesus, Mohammed, Die Möwe Jonathan, Filme indischer Heiliger wie Krsna, Rama, Caitanya, Mirabai u. a. (leider meist nur in englisch), Little Buddha, Franziskus, Michelangelo, Vom Winde verweht, Das Geister haus, Ghost, Ben Hur, Excalibur, König der Fischer, Filme von Walt Disney, Prinzessin Fantaghiro u. a.




Sessions

• Session 1 • Mon 2016-1-4 London 1:15 WR Aum Kursbuch online ♡♡♡ paste from "other" + formatting ♡♡♡ end 5:50








         

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